ZAKK – PRIME CIRCLE lassen sich von Atmosphäre anstecken

Prime Circle

Am Valentinstag, „einem gefühlten Samstag“ (O-Ton von Sänger Ross Learmonth) ließen Südafrikas Rocker Nr.1, PRIME CIRCLE, die Herzen ihrer Fans im nicht ganz ausverkauften ZAKK in Düsseldorf höher schlagen. Die Herzen schlugen hierbei so hoch, dass sich selbst die Band von der bombastischen Stimmung der Zuschauer anstecken ließ und statt der zwei geplanten Zugaben zusätzlich noch weitere Songs spielte. Wahnsinn!

Prime Circle Bandfoto

Die Mühen haben sich gelohnt

Hart erarbeitet haben sich die mega-sympathischen Jungs von PRIME CIRCLE den jetzigen Status und ihn daher absolut verdient. Kamen in den ersten Jahren nur ein paar Hände voll Zuschauer zu den stets zu Jahresbeginn oder im Herbst stattfinden Touren, sind es jetzt konstant mehrere Hundert Fans. Erfreulich auch, dass in Düsseldorf nicht nur Pärchen den Weg zum drittletzten Konzert der „Innocence-Tour 2019“ fanden, sondern auch zahlreiche Herrschaften, teilweise sogar in Grüppchen, angereist.

Nicht nur mehr Teenager-Schwarm

Prime CircleDie Zeiten, da nur ein paar Mädels für die charismatische Stimme von Sänger Ross Learmonth, den gefühlvollen Gesichtsausdruck von Bassist Marco Gomes, die tollen Arm-Tattoos von Keyboarder Neil Breytenbach, den wild abgehenden Ausnahme-Drummer Dale Schnettler und den coolen Gitarristen Dirk Bisschoff schwärmten, scheinen vorbei zu sein. Im Publikum an diesem Donnerstag im Februar finden sich gestandene Kerle ein: der Typ im weißen Hemd wie auch der Mittvierziger mit ebenso vielen Tattoos wie Keyboarder Neil. Erstaunlich: Alle können nahezu sämtliche Texte auswendig mitsingen. Die Fans feiern die Band frenetisch, klatschen, hüpfen, schreien. Das nennt sich wohl Rock ´n´ Roll. Die Band genießt. PRIME CIRCLE wissen, woher sie kommen. Der Start in Europa war für die Jungs alles andere als ein Zuckerschlecken, auch finanziell stets Prime Circleein Desaster. PRIME CIRCLE sind daher auch sehr dankbar über das, was hier – insbesondere in Deutschland – gerade wächst. Dies verraten uns Gitarrist Dirk und Sänger Ross auch im Video-Interview. welches ihr euch hier in Kürze auf unserem youtube-Channel von metal-heads.de anschauen könnt.

Die Vorband: MAKE PLAIN

Make PlainDie beiden Italo-Schweizer Andrea Zinzi und Luca Imperiali machen Folk. Dachten wir zumindest. So hörte sich das bei der 1. Recherche zur Band auf youtube an, als wir die Tour auf metal-heads.de hier ankündigten. Mit geringer Erwartungshaltung, dass jetzt nicht gerade die Post abgeht, kamen wir rechtzeitig zum Gig der Vorband an und wurden total überrascht. Positiv überrascht. Teilweise Speed-Folk, coole Blues-Stücke und gekonnte Cover wie das von Ben E. King zum allseits bekannten „Stand By Me“ ließen schon zu Beginn des Abends die Herzen aller Anwesenden höher schlagen. Um beim Thema von Valentinstag zu bleiben. MAKE PLAIN machten richtig, richtig Spaß und die gute Laune und das musikalische Können des Duos steckte echt an. Ob Harp, ob Percussion, ob E-Gitarre oder Cajon – MAKE PLAIN sind vielseitig.  Ein wilder Ritt auf den Instrumenten – und zum Glück nicht auf dem mitgebrachten Bühnendeko-Schaukelpferdchen. Hier gibt es eine kleine Fotostrecke zu MAKE PLAIN für euch:

Nach dem Konzert konnten wir von metal-heads.de nicht anders und kauften uns zur Unterstützung der Band deren 2016´er CD „Side Street“ für 15 € am Merch. Wer uns nacheifern will: hier geht´s zu deren Bandcamp-Auftritt im Netz. Wer die Scheibe 5 € günstiger erwerben möchte, folge diesem Amazon-Link von uns:

Mehr Infos zu MAKE PLAIN gibt es auch auf deren Internetseite.

Prime Circle

Der Hauptact: PRIME CIRCLE

Mit der ihnen gegebenen Ruhe betritt das Quintett mit rd. 10 Minuten Verspätung um 21.10h die Bühne. Der wunderschöne Düsseldorfer Club ZAKK bebt. Die Band startet von 0 auf 100. Wie man es von PRIME CIRCLE gewohnt ist. Ungewohnt hingegen ist die Auswahl der Songs. Standen bei den letztjährigen Touren meist die ruhigeren Midtempo-Balladen im Vordergrund, überwiegen an diesem Abend die heavy Riffs. Exemplarisch hierfür muss der Song „Closure“ vom aus unserer Sicht rockigsten Bandalbum „Jekyll & Hyde“ herhalten.

Natürlich dürfen aber auch die romantischen Momente und Power-Balladen der Südafrikaner beim Konzert nicht fehlen. Ein magischer Moment ist daher auch das wunderschöne „Staring at Satellites,“ traditionell vorgetragen von Neil an den Keys und Ross mit Westerngitarre.

„Ich komme gleich, muss erstmal duschen“

Prime CircleRoss witzelt während des Gigs immer wieder mit dem Publikum und bleibt hartnäckig bei seinem für heute gewählten Lieblingstag, dem Samstag. Dale geht hinter seinen Drums gewohnt derart ab, dass dem Fotografen in der 1. Reihe noch einige Schweißtröpfchen auf seinem Kamera-Objektiv landen. Kein Wunder, dass Dale nach dem Gig in kurzer Hose mit Rollkoffer am Redakteur mit den Worten „Ich komme gleich, muss erstmal duschen“ vorbeirauscht. Aber nicht nur Dale zeigt an diesem Abend vollsten Einsatz. Neil an den Keyboards ist gewohnt fokussiert auf seine Tasten und jeder Anschlag sitzt. Bassist Marco zeigt beim Gig einmal sein schönstes Lachen, als Sänger Ross sich an seiner Gitarre verspielt und auch noch eine Textzeile vergisst. Gitarrist Dirk hält den Sound gewohnt souverän aufrecht und alle fünf Musiker haben mächtig Spaß an diesem Valentinstag.

Ein paar Worte zum ZAKK

Das soziokulturelle Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation (ZAKK) in Düsseldorf auf der Fichtenstraße 40 gibt es bereits seit über 40 Jahren. Hier gibt es Poetry Slam zum Anschauen und Mitmachen aber auch Clubkonzerte von Silbermond bis PRIME CIRCLE. Was den Laden aber ganz besonders macht, sind die freundlichen Betreiber und hilfsbereiten Mitarbeiter. Selten hat unser Redakteur ein derart entspanntes Theken- und Einlasspersonal erlebt. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank fürs Gratis-Mineralwasser und die Erlaubnis zur Fotosession auf der Empore. So ließen sich noch ein paar mehr Bild-Impressionen festhalten, die zeigen, wieviel Spaß die Band an diesem Abend hatte, Düsseldorf zu rocken und das Publikum zu verzücken. Hier geht es zur großen, bunten PRIME CIRCLE-Fotostrecke:

Fazit

Die Investition und Hartnäckigkeit, es auch auf einem anderen Kontinent schaffen zu wollen, zahlt sich für die Südafrikaner von PRIME CIRCLE endlich auch ein wenig aus. Statt des Sprinters und der letzten Absteige kann nun immerhin ein Full-Liner-Tour-Bus gechartert werden. Das schönste T-Shirt am Merchandise-Stand gab es nur noch zweimal in XXL, der Rest war bereits ausverkauft. Dies alles gibt der Band Recht und bestärkt sie in ihrem Glauben an sich und ihre immensen Fähigkeiten. Sie sind noch längst nicht am Rock-Olymp angelangt, aber es geht stetig aufwärts. Seit 18 Jahren gibt es nun PRIME CIRCLE und die immer größer werdende Schar an deutschen Fans kann es kaum abwarten, auch in den kommenden 18 Jahren den Weg mit Dirk, Dale, Neil, Ross und Marco gemeinsam zu gehen. PRIME CIRCLE leben von ihrer Authentizität. Sie leben ehrliche Rock-Musik und waren-sind-bleiben fannah. Dafür werden sie abgöttisch von ihren Fans geliebt. Zurecht. Wir von metal-heads.de bleiben für euch bei PRIME CIRCLE daher vollkommen uneigennützig weiter am Ball. Wir hoffen drauf, die Jungs im Festival-Sommer 2019 hoffentlich schon bald irgendwo wiederzutreffen.

Mehr Infos zu PRIME CIRCLE findet ihr auf deren Internetseite.

Als Service noch die Setlist

Prime CircleStatt der angedachten 20 Songs laut Setlist spielten die Jungs von PRIME CIRCLE gefühlt mindestens 23 Stücke an diesem magischen Abend.  Was da am Ende kam, kriegen wir gar nicht mehr ganz genau zusammen. So sehr waren wir geflasht. Vielleicht kann uns ja einer der Fans als Nachricht unter diesen Artikel oder auf Facebook schreiben, welche Songs wir vergessen haben. Was wir von der Lied-Auswahl noch zusammenbekommen, ist das hier:

1. Class Clowns

2. Ghost

3. Love to hate

4. Everything you want

5. Only Way Out

6. Breathing

7. My City

8. Not Alone

9. Out Of This Place

10. Message

Mal ´ne Ballade, dann wieder das fette Gitarrenbrett

11. Staring At Satellites

12. Closure

13. We are here

14. Consider Me

15. Weapons Of War

16. Naughty Like Neptun

17. The Gift

18. Keep Marching On

19. Evidence

20. Doors

21. ?

22. ?

23. She Always Gets What She Wants

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Bildquellen

  • Prime Circle Bandfoto: (c) Ralf, metal-heads.de
  • Make Plain: (c) Ralf, metal-heads.de
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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