ALCATRAZZ mit Album Nummer „V“

Alcatrazz V

ALCATRAZZ haben ihr fünftes Studioalbum schlicht und ergreifend „V“ getauft. Dabei steht die römische Zahl V ja zudem für das „Victory“-Zeichen. Ob die Zeichen bei den amerikanischen Hard Rocker auf Sieg stehen, verraten wir euch im folgenden Beitrag.

Prominente Bandmitglieder

Die Hard Rock Band ALCATRAZZ wurde bereits im Jahr 1983 durch den Ex-Rainbow Sänger Graham Bonnet in Los Angelos gegründet. Als Mitstreiter konnte er unter anderem den schwedischen Gitarrenhexer Yngwie Malmsteen gewinnen. Dieser wurde später durch den ehemaligen Franz Zappa Gitarristen Steve Vai ersetzt. Nach drei Studioalben löste die Band sich zunächst auf. Im Jahr 2020 wurde mit „Born Innocent“ erstmals wieder ein neues Studioalbum veröffentlicht. Danach verkündete man völlig überraschend die Trennung von Bandgründer Graham Bonnet. Diese Trennung verlief wohl nicht gerade im gegenseitigen Einvernehmen. Als neuer Sänger wurde der durch die Zusammenarbeit mit Michael Schenker bekannte Schotte Doogie White verpflichtet. Desweiteren besteht die Band aktuell aus Gitarrist Joe Stump, Schlagzeuger Mark Benquechea und dem Bassisten Gary Shea und Keyboarder Jimmy Waldo, die beide schon der Gründungsformation angehörten.

ALCATRAZZ starten mit „V“ neu

Der Wechsel am Mikro bedeutete für die nach der legendären (ehemaligen) Gefängnisinsel benannten Formation fast schon einen Neustart. Denn kaum ein Bandmitglied prägt eine Band so wie der Sänger. Was den Musikstil angeht, braucht man sich jedoch keine Sorgen machen. ALCATRAZZ bleiben ihrer Linie treu und spielen Hard Rock in bester Tradition von Bands wie Deep Purple oder Rainbow. Über die Songs auf „V“ kann man dann auch nicht groß meckern. Nach dem äußerst gelungenen Auftakt mit „Guardian Angel“ gibt es weitere schöne Stücke zu hören.

Viel Lob…

So gibt es dann in erster Linie viel Lob zu verteilen. Besonders Joe Stump weiß mit seinen Soli immer wieder zu gefallen und braucht sich hinter seinen prominenten Vorgängern wahrlich nicht zu verstecken. „Alice’s Eyes“ möchte ich hierzu als Beispiel nennen. Einen weiteren eigenen Eindruck könnt ihr euch mit dem Video zum ebenfalls sehr gelungenen „Sword Of Deliverance“ verschaffen.

…und etwas Tadel

Das meiner Meinung nach etwas kitschige „Blackheart“ fällt vom (durchaus hohen) Gesamtniveau etwas ab. Was den Gesang angeht gehen die Meinungen sicher etwas auseinander. Mit persönlich hat Graham Bonnet von der Stimmfarbe einfach besser gefallen als Doogie White. Das soll jedoch keinesfalls heißen, dass dieser einen schlechten Job macht.

Solider handgemachter Hard Rock

Das von Giles Lavery und Jimmy Waldo produzierte und von Andy Haller (Elton John, Joe Cocker und System of a Down) abgemischte Album bietet soliden handgemachten Hard Rock. Es hat Gastauftritte von Nigel Glockler von Saxon (Schlagzeug auf „Guardian Angel“ und „Blackheart“), Cliff Evans von Tank (Bass bei „Grace of God“) und Donnie Van Stavern von Riot (Bass bei „Guardian Angel“, „Nightwatch“ und „Target“) zu verzeichnen. Fans des Genres machen bestimmt nichts falsch, wenn sie beispielsweise HIER zuschlagen. Wer Hard Rock in modernerer Prägung vorzieht, dem darf ich das neue Eclipse Album „Wired“ ans Herz legen.

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Bildquellen

  • Alcatrazz V: Amazon

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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