DAWN OF DESTINY-„Of Silence“ Review

(English review down below!)

Melodic Power Metal

Fotocredit: Britt Byrnes

Vor kurzer Zeit gab es hier bei ‚metal-heads.de‘ das Interview mit Mastermind Jens Faber (Link), der damals im Jahre 2005 die Band DAWN OF DESTINY (Facebook) gegründet hatte. Nun folgt also das Review von dem neuen Album „Of Silence“, welches nächste Woche am 24.06.2022 über El Puerto Records erscheinen wird. DAWN OF DESTINY können bereits auf eine sehr beachtliche Diskografie zurückblicken. Nachdem Jens Faber mit dem letzten Album „The Beast Inside“ ein wenig haderte und selber nicht zufrieden war mit dem Ergebnis war, wollte die Band nun wieder alles richtig machen. Das Album ist mit 13 Songs randvoll gepackt und glänzt mit einer Spielzeit von über einer Stunde. Kein einfaches Unterfangen, denn so eine Spielzeit will unterhaltsam gestaltet sein.

Ein opulenter Beginn

wird durch den Opener „We Are Your Voice“ vollzogen, der mit über acht Minuten Spielzeit auftritt. Gestartet wird mit sphärischen Synthies. Hier macht Dirk Raczkiewicz insgesamt auf dem Album einen super Job. Bald gesellen sich die melancholischen Streicher dazu, die wirklich gut klingen. Das liegt daran, dass DAWN OF DESTINY tatsächlich mit professionellen Streichern gearbeitet hat. Hier geben sich Laura Wessels an der Violine und Gerd Fischer am Cello die Ehre.

Sängerin Jeanette steigt ein und langsam baut sich der Song auf, bleibt aber zunächst auf der melodischen Schiene, doch dann werden die Weichen gestellt und es wird deutlich härter. Schwere Riffs brechen die Harmonie auf und der Song zeigt seine düstere Seite. Im weiteren Verlauf zeigt der Song immer wieder ein anderes Gesicht und bleibt dadurch durchweg höchstspannend. Die majestätischen Chöre sind ein wahrer Hörgenuß und sind das Sahnehäubchen auf dem Ganzen. Auch Jens trägt mit seinem Gesang wieder verstärkt zur Abwechslung bei. Für mich ist das wirklich eine Bereicherung im Sound von DAWN OF DESTINY. Er hat seine Fähigkeiten dahingehend nochmals verbessert und es ist ein Vergnügen dem Duett Jeanette und Jens zuzuhören.

Außerdem fallen die Streicher sehr postitiv auf und klingen richtig gut. Das liegt daran, dass DAWN OF DESTINY tatsächlich mit professionellen Streichern zusammengerabeitet hat. Ist halt immer noch ein Unterschied, ob die Klänge künstlich erzeugt oder live aufgenommen werden.

Schwere Riffs

bestimmen weiter das Geschehen. Der Härtegrad gefällt mir außerordentlich gut. Den hatte ich beim letzten Album vermisst. „Judas In Me“ stampft also mächtig voran und die fließenden Übergänge im Tempo sind sehr gut gelungen. Sängerin Jeanette passt sich mit ihrer Stimme der dunklen schweren Stimmung an und kann auch richtig dreckig rockig klingen. Damit rennt man bei mir ohnehin offene Türen ein.

Es werden immer wieder Akzente gesetzt, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Und dies gelingt durchaus. Darunter zähle ich auch die Gitarrenleads, die neben den harschen Riffs laufend für schöne Momente sorgen.

Chris Harms von LORD OF THE LOST

ist als Gastsänger beim Song „Childhood“ vertreten und veredelt diesen mit seiner charismatischen unverwechselbaren Stimme. „Childhood“ hat daher seinen ganz besonderen Charme auf dem Album und zaubert sich direkt ins Ohr, um sich dort festzusetzen. Auch hier klingt das gesangliche Duett phänomenal und der Chorus hat eine erhabene Ausstrahlung.

Gar ungewöhliche Klänge

bietet der Song „White Mystery“, der zunächst heroisch hymnenhaft beginnt und ein wenig seemännisches Feeling versprüht. Die Mannschaft stimmt sich ein und dann an die Ruder auf in die tosende See. Echt cooler Einstieg in den Song, der noch so manche Überraschung auf Lager hat. Neben schweren Riffwellen wird es dann auch zwischndurch recht stürmig und es geht brüsk nach vorne. Die Reise ist sehr abwechslungreich gestaltet und Jens kommt plötzlich aus den Untiefen mit dunklen Growls. (Allerdings ist dies der einzige Moment dieser Art auf dem Album.) Ein spannender Ansatz, den man meiner Meinung nach noch etwas mehr verfolgen könnte. „White Mystery“ ist mich ein weiteres großes Highlight auf dem Album. Nachfolgend brettert „Not The Way It Is“ voran, bei dem mir das geile rasende Gitarrensolo fantastisch gefallen hat.

Fotocredit: Britt Byrnes

Nach der ganzen Hatz

kommt das Album mit „Little Flower“ als erste der beiden Balladen ein wenig zur Ruhe. Qualitativ über jeden Zweifel erhaben erklingen wundervolle Melodien. „Silence“ gesellt sich später noch als zweite Ballade hinzu und ist ebenfalls schön anzuhören.

Allerdings hat ist mir in der Kategorie Balladen der Song „Inner Voice“ besonders ins Herz geschossen. Zugegeben, der Song kommt schon recht schwer und massig daher und manche mögen es nicht als Ballade bezeichnen. Für mich ist es eine kraftvolle Ballade, die von Grund auf eine eher dunkle schwermütige Stimmung verbreitet, aber zwischendurch mit einem wunderschönen Refrain Licht ins Dunkel bringt, vor allem wenn Jeanette einmal in die ganz hohen Oktaven wechselt. Ein Traum!

„Burning Heart“ zieht das Tempo wieder an. Mit einem schön griffigen Bass und der warmen dunkleren Stimmlage von Jens erzeugt der Song Gothik-Vibes. Ansonsten begeistern die übrigen Songs auf gleich hohem Niveau, auf dem sich auch der druckvolle Song „Say My Name“ befindet.

Fazit

DAWN OF DESTINY gelingt mit ihrem neuen Album „Of Silence“ ein Geniestreich. Selten hört man ein Album, welches über eine solch lange Spielzeit die Spannung aufrecht erhalten kann. Aber hier gelingt es mit eindrucksvollen abwechslungreichen Kompositionen, die in sich ein homogenes Gesamtbild abgeben. Ich jedenfalls kann von dem Album gar nicht genug bekommen und ich habe es nun wirklich schon sehr sehr oft durchgehört. Es ist ein durchdachtes detailverliebtes Album ohne Schwächen mit geistreichen Kompositionen und einer schweren melancholischen Härte.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich das schön gestaltete Coverartwork, welches sehr künstlerisch die Stimmung des Albums einfängt. Wer sich etwas besonderes gönnen möchte, der sollte sich die auf 100 Stück limitierte Metalbox gönnen. Die gibt es hier:

https://shop.el-puerto-records.com/de/bands/dawn-of-destiny/

English review

Melodic Power Metal

Photocredit: Britt Byrnes

A short time ago ‚metal-heads.de‘ published an interview with mastermind Jens Faber (Link), who founded the band DAWN OF DESTINY in 2005. Now follows the review of the new album „Of Silence“, which will be released next week on 24.06.2022. DAWN OF DESTINY (Facebook) can already look back on a very impressive discography. After Jens Faber struggled a bit with the last album „The Beast Inside“ and was not satisfied with the result himself, the band now wanted to do everything right again. The album is packed to the brim with 13 songs and shines with a playing time of over an hour. No easy undertaking, because such a playing time needs to be entertaining.

A sumptuous beginning

is accomplished by the opener „We Are Your Voice“, which has a playing time of over eight minutes. It starts with spherical synths. Dirk Raczkiewicz does a super job overall on the album. Soon the melancholic strings join in, which sound really good. That’s because DAWN OF DESTINY actually worked with professional string players. It’s still a difference whether the sounds are artificially created or recorded live.

The singer Jeanette enters and slowly the song builds up, but at first it stays on the melodic track, but then the course is set and it becomes clearly heavier. Heavy riffs break up the harmony and the song shows its dark side. In the further course, the song shows a different face again and again and thus remains highly exciting throughout. The majestic choirs are a real listening pleasure and are the icing on the cake. Jens also contributes his vocals again, which for me is a real enrichment in the sound of DAWN OF DESTINY. He has improved his skills again and it is a pleasure to listen to the duet Jeanette and Jens.

Heavy riffs

continue to determine the action. I like the degree of hardness extraordinarily well. I had missed it on the last album. So „Judas In Me“ stomps mightily ahead and the flowing transitions in the tempo are very well done. Singer Jeanette adapts with her voice to the dark heavy mood and can also sound really dirty rocky. With this they meet exactly my taste.

There is always an attempt to set accents in order to avoid boredom. And this succeeds quite well. Among them I also count the guitar leads, which constantly provide beautiful moments next to the harsh riffs.

Chris Harms from LORD OF THE LOST

is featured as a guest singer on the song „Childhood“ and enhances it with his charismatic distinctive voice. „Childhood“ therefore has its own special charm on the album and conjures itself directly into the ear to settle there. Here, too, the vocal duet sounds phenomenal and the chorus has a sublime charisma.

Even unusual sounds

offers the song „White Mystery“, which starts heroic hymn-like and sprays a little sailors feeling. So on to the oars and into the roaring sea. Really cool introduction to the song, which still has some surprises in store. In addition to heavy riff waves, it is then also quite stormy and it goes brusquely forward. The journey is very diversified and Jens suddenly comes out of the shallows with dark growls. (The only moment of this kind on the album, though.) An exciting approach that could be pursued a bit more, in my opinion. For me, another big highlight on the album. Following „Not The Way It Is“ brisks ahead and shines with a really cool raging guitar solo.

Photocredit: Britt Byrnes

After all the hunt

the album comes to rest a little with „Little Flower“. The first of two ballads makes its entrance. Wonderful sweet melodies coming along. „Silence“ joins them later as the second ballad and is also beautiful to listen to.

However, in the ballad category, the song „Inner Voice“ particularly struck my heart. Admittedly, the song comes across quite heavy and massive and some might not call it a ballad. For me it is a powerful ballad, which spreads a rather dark melancholic mood from the ground up, but in between brings light into the darkness with a beautiful chorus, especially when Jeanette once changes into the very high octaves. A dream!

„Burning Heart“ picks up the pace again. With a nice gripping bass and the warm darker vocal range of Jens, the song creates gothic vibes. Apart from that, the other songs inspire on the same high level, which also includes the powerful song „Say My Name“.

Fazit

DAWN OF DESTINY succeeds with their new album „Of Silence“. Rarely you hear an album that can maintain the tension over such a long playing time. But here it succeeds with impressive varied compositions, which give a homogeneous overall picture. I, for one, can’t get enough of this album and I’ve listened to it many, many times. It is a thoughtful detail-loving album without weaknesses with witty compositions and a heavy melancholic harshness.

I would like to mention the beautifully designed cover artwork, which captures the mood of the album very artistically. If you want to treat yourself to something special, you should check out the metal box, strictly limited to 100 copies. You can get it here:

https://shop.el-puerto-records.com/de/bands/dawn-of-destiny/

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Bildquellen

  • Dawn Of Destiny Jens sw-k: DAWN OF DESTINY
  • Dawn Of Destiny – Of Silence – k: DAWN OF DESTINY
  • Dawn Of Destiny 03 – Fotocredit Britt Byrnes-k: Dawn Of Destiny
  • DAWN OF DESTINY Metalbox El Puerto Records_1: El Puerto Records
  • DAWN OF DESTINY Cover+Infos-2: Cover,Logo,Infos-->DOD, El Puerto Records//Rest-->Pixabay
  • Dawn Of Destiny-Of Silence Titelbild: DAWN OF DESTINY

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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