Decaptacon – For Those Who Died (VÖ 15.07.2022)

For Those Who Died
Decaptacon For Those Who Died Album

Decaptacon

Decaptacon aus dem schönen Ruhrpott sind mit ihrem neuen Album „For Those Who Died“ zurück! Vor ca. 5 Jahren kam ihr starker selbst betitelter Erstling auf den Markt. In der Folge ging alles rasend schnell. Erst haben sie den Rage Against Racism Slot Battle und somit einen Slot auf dem Festival gewonnen. Danach spielten sie einige Konzerte und schlussendlich teilten sie sich die Bühne mit At the Gates auf dem Nord Open Air. Leider trennten sich dann die Wege von Sänger Andreas und der Band. Kurze Zeit später stieg auch Gitarrist Norman aus. Inzwischen ist man aber wieder zu sechst, denn Joshua hat sich das Mikro geschnappt und Marcel die dritte Klampfe.

For Those Who Died

11 Tracks und satte 61:23 Min Spielzeit stehen auf der CD zu Buche. Bei „Buried Alive“ wird gar nicht erst lange gefackelt, es geht direkt mit einem eingängigen Riff los. Dann die ersten Growls…klar, das klingt alles erst mal anders, als bei Decaptacon gewohnt. Die Growls etwas bellend, heiser, fast schon Black Metal Style. Aber je länger ich mir das anhöre, je geiler wird es. Und wenn bei 1:30 dann der erste richtige Melo Death Part mit der Gitarre einsetzt, dann ist man so richtig drin. Ein wahrlich fetter Opener, immer wieder durchzogen von klassischen Metal Riffs.

Jetzt die spannende Frage

Der erste Song war so gut, kann die Qualität annähernd gehalten werden? Jepp, kann sie. Bei „A New Lease Of Life“ wechseln sich schnellere Kopfnicker Parts mit langsameren ab. Insgesamt stellt man schnell fest, dass nicht nur die Texte düster sind, sondern auch die Musik an sich düster und sehr atmosphärisch ist. „Until We Drown“ hat ein ganz starkes, ruhiges Intro, das mich an irgendwas erinnert. Ich komme nur leider nicht drauf ;-). „Inner Captivity“ ist dann wieder ein mid tempo Kopfnicker mit ein paar geilen Riffs. Nun folgt der Titeltrack „For Those Who Died“, mit ein paar schönen Breaks und ausgefeilten Melodien. Aber hört doch selbst mal rein.

Weiter geht’s

mit dem Song „Descending Night“. Amon Amarth mäßiger Anfang, sehr eingängige Melodie, das sollte gerade auch Live gut funktionieren. „The Oath“ dann mit einigen Tempowechseln. Man ist bemüht, hier Abwechslung rein zu bringen, aber so richtig kriegt das Lied mich nicht. „Claws Of Faith“ wird nicht auf der Vinyl Variante enthalten sein. Das kann man vielleicht verschmerzen, weil es sich nur um ein kurzes instrumentelles Intermezzo handelt. So ist „False Prophecies“ dann quasi das letzte Lied des Albums. Zumindest auf Vinyl. Ein etwas ruhigerer Song zum Abschluß, der aber nochmal richtig gut rein geht und mit fetten Riffs garniert ist.

Bonustracks

Die glücklichen Besitzer der CD dürfen sich über 2 weitere Songs freuen, die auf Vinyl nicht vorhanden sind. Und zwar handelt es sich hier um neu aufgenommene Lieder des Debütalbums. Erstens finde ich die Idee total super, sich quasi selbst zu covern. Und zweitens gefällt mir vor allem, dass sie das Lied „Decaptacon“ ausgewählt haben. Ich mag den Song einfach. Der ist so schön düster. Zum Schluß gibt es noch „Blackened Skies“ auf die Mütze, wozu es auch ein tolles live Video aus dem Turock in Essen gibt.

Medien

Das Album erscheint am 15.07.2022 natürlich auf allen Streaming Plattformen. Aber auch die Sammler unter uns sollen nicht zu kurze kommen. Daher gibt es eine CD, aber auch 3 Vinyl Varianten. Und zwar red/marble und grey/marble (je auf 150 limitiert), dazu noch klassisch in schwarz. Ich hab schon die rote geordert und freu mich drauf 🙂
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Fazit zu „For Those Who Died“

Ich war anfangs skeptisch, ob die Lücke geschlossen werden konnte, die Sänger Andreas hinterlassen hat. Mag auch persönliches Gusto von mir sein, denn ich höre seine Growls sehr gerne. Aber ich kann sagen, meine Sorgen waren größtenteils unbegründet. Natürlich klingt der Gesang anders. Auch im Death Metal macht ein Sänger viel aus, da auch Growls sich logischerweise unterscheiden. Es dauerte bei mir ein paar Durchläufe, aber die Scheibe wird dann immer besser. Das klingt alles richtig gut produziert, vor allem die Drums wirken satter und klarer, als noch beim Debüt. Gemastered ist das Ganze übrigens von Altmeister Dan Swanö! Mir machen gerade die ersten Songs richtig Spaß und es gibt satte 8 von 10 Punkten für das Album.
Besondere Grüße gehen raus an den Texter! Mir gefällt die apokalyptische Grundstimmung. Selten so viele lange Texte gesehen, Respekt vor der Arbeit.

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Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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