FIGURE OF SPEECHLESS – „Tunnel at the end of the light“ (VÖ: 02.09.2022)

FIGURE OF SPEECHLESS - Albumcover - Beitragsbild

FIGURE OF SPEECHLESS – „Tunnel at the end of the light“ (VÖ: 02.09.2022)

Die Corona-Pandemie hat einsam gemacht. Nach Monaten, sogar Jahren der Entbehrungen (und damit meine ich nicht Konzerte und Festivals), ist es wieder zeit für Gemeinsamkeit. Glen McMaster ist die treibende Kraft hinter FIGURE OF SPEECHLESS. Der Gitarrist und Songwriter hat eine Anzahl namhafter Musiker und einen starken Sänger um sich geschart und dabei ist das Debüt „Tunnel at the end of the light“ herausgekommen. Der ehemalige DREAM THEATER-Keyboarder Derek Sherinian steuert nicht nur seine Gabe am Tasteninstrument bei, er hat auch den Schreibprozess seit Anfang 2021 begleitet und außerdem die Produktion übernommen. Sein Kollege von SONS OF APOLLO, Ron „Bumblefoot“ Thal haut nicht nur Gitarrensoli raus, er war auch für den Mix des Materials verantwortlich.

Was gibt es musikalisch? Der Opener ist gleich mit 7 Minuten die längste Nummer zu Beginn. Eher unspektakulär rockt das Ganze vor sich hin. Aber es ist dennoch kurzweilig genug, um die Zeit zu vergessen. Nach etwa 5 Minuten kommt erst ein Gitarrensolo, dann steht das großartige Spiel des Keyboarders im Fokus. „Carve a smile“ beginnt sentimental mit entsprechendem Gesang und der Begleitung durch Pianoklänge. Dank Gitarre und Drums kommt dann doch später noch mehr Schwung in die Sache. Aber es bleibt doch recht emotional. Track 3 legt mit einem Drumbeat und Gitarrenbegleitung los. Harmonischer Gesang und melodische Arrangements bestechen hier. Das Ganze wird aber recht unaufgeregt und solide durchgezogen. Beim nachfolgenden Song stimmt uns der gefühlvolle Gesang des FATES WARNING-Frontmanns nachdenklich.

FIGURE OF SPEECHLESS – „Tunnel at the end of the light“ (VÖ: 02.09.2022)

Die Kompetenz von „Bumblefoot“ an seinem Instrument entführt uns dann für einen Moment in andere Sphären. Fast hypnotisches Schlagzeugspiel und auch Derek Sherinian darf seine Fingerfertigkeiten – im wahrsten Sinne des Wortes – zeigen. Kommen wir nun zum Titeltrack. Hier rockt es erst einmal instrumental, bevor die Vocals einsteigen. Diese imponieren hier mit mehr Energie – irgendwie ergreifender. Dazu progressive Beats, dann wieder Soloparts auf der Gitarre. Ein feiner Song. „The cast-out“ packt uns gleich mit einem treibendem Drumsound. Ray Alder kann wirklich variabel singen – schaut euch nur die Bandbreite der verschiedenen Songs auf diesem Album an. Vom Gesamteindruck her, könnte dieses Stück auch auf einem FATES WARNING-Release Platz finden.

FIGURE OF SPEECHLESS - Albumcover

Die siebte Nummer beginnt melodisch und hat auch ein bisschen mehr Pepp. Auch die Vocals kommen – passend dazu – kraftvoller herüber. Progressives Drumming. Auch die Gitarrenriffs und die Keyboards schlagen in die selbe Kerbe. Ein starker Song! Skip zu Track acht. Dort kommt es zum Spannungsaufbau…emotionale Vocals, die Instrumentierung und die Tempowechsel sorgen für eine wechselnde Stimmung. Starkes Keyboardsolo mit Gitarrensupport. Einer der hervorragendsten Songs auf dieser Scheibe. Hier das Video dazu:

„Turn a new leaf“ kommt musikalisch und auch bei den Vocals etwas „schräg“ herüber. Später wird es etwas gradliniger. Das nächste Lied beginnt ruhig mit Klaviereinsatz, progressiven Drums und Gitarrenriffs. Dann setzt der Gesang ein. Eingängig und irgendwie packend. Mit „Unfolding“ geht das Debüt zu Ende. Hier steht die Vocalarbeit mehr im Mittelpunkt, die Musiker liefern eher leichte Kost und bleiben im Hintergrund.

Das Fazit zum Debüt von FIGURE OF SPEECHLESS bei metal-heads.de

Kommen wir also zum Fazit bei metal-heads.de zum Debüt von FIGURE OF SPEECHLESS: Es ist so ähnlich wie beim Fußball. Einfach nur eine Hand voll toller „Spieler“ zu verpflichten, reicht nicht aus. Das gelungene Zusammenspiel ist die Herausforderung. Auf die Musiker sind wir ja oben schon teils eingegangen. Dazu noch die folgenden Infos: Am Bass haben wir Tony Franklin (u.a. MURDER BLUE), Drummer Brian Tichy kennen wir von WHITESNAKE. Die Qualität jedes einzelnen Mitwirkenden wird wohl kaum Jemand mit dem entsprechenden musikalischen Sachverstand infrage stellen. Aber harmoniert das Starensemble auch im gemeinsamen Wirken und Schaffen? JA!!! Gerade Keyboarder und Gitarrist markieren deutlich „ihr Revier“, aber ohne zu aufdringlich zu wirken. Den abwechslungsreichen Gesang des Mr. Alder mochte ich schon immer gerne. Werden wir diese Ansammlung von Könnern je in unseren Breiten live on stage erleben? Vermutlich leider nicht, aber es wäre schon cool. Ihr könnt ja mal damit anfangen, fleißig die Scheibe zu kaufen. Dann macht ihr deutlich, wie groß die Fanbase ist und wenn das Release erfolgreich ist, könnte es auch mit ein paar Gigs klappen…

Zum Abschluss haben wir den ersten Track des Albums für euch – „Day and night“:

Mehr zur Band gibt es hier.

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Bildquellen

  • FIGURE OF SPEECHLESS – Albumcover: Amazon
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Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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