KVAEN – „The Great Below“ Review

Finsterer epischer Metal

KVAEN (Facebook) ist ein Soloprojekt des Musikers Jacob Björnfot. Und auch er ist wieder ein Beweis dafür, dass Soloprojekte durchaus phänomenal sein können. Der Sound von KVAEN lässt sich nicht so einfach beschreiben. Grundsätzlich geht der Sound erbarmungslos zur Sache. Cleane Vocals sind Fehlanzeige. So finden wir uns in turbulenten Gewässern und Stromschnellen des Black Metal, Speed Metal und Pagan Metal wieder. „The Great Below“ ist vor kurzem beim Label BLACK LION RECORDS erschienen.

Eine Welle der Zerstörung

bricht unmittelbar nach Beginn über den Hörer hinein. Der Opener „Cauldron Of Plagues“ vollzieht eine gnadenlose Hetzjagd. Der Sound klingt brachial und fegt wie eine wildgewordene Bestie über alles und jeden hinweg. Bemerkenswert, dass bei dieser Eskalation die melodische Komponenente tatsächlich nicht vergessen wird. Die Riffs fliegen wie scharfe Messer durch die Luft. Die Drums machen sich einen Spaß daraus die Schallmauer zu durchbrechen, was vor allem beim zweiten Song „The Great Below“ zu bewundern ist. Es fällt schnell auf, dass gerade die Leadgitarre sehr spielfreudig ist und sich immerzu melodisch einbringt, sei es mit geilen Akkorden oder hinreißenden Solos. Bei dem Song lässt übrigens Jeff Loomis (Ex-NEVERMORE, ARCH ENEMY) seine Gitarrenmuskeln beim Solo spielen.

Mit „Damnations Jaw“ treibt es KVAEN bis zum Excess. Meine Fresse… Was für ein Brett! Hier geht es wieder maximal energisch voran. Es entfesselt sich eine Raserei mit niederschmetternden Riffs und atemberaubenden Leads, wobei das ausufernde Solo einfach der Wahnsinn ist. Dafür zeichnet sich der Gastmusiker Mike Wead (MERCYFUL FATE) verantwortlich.

Erbarmen

zeigt uns KVAEN auch im dritten Akt „In Silence“ nicht. Nach den barbarischen ersten beiden Reißern könnte man zwar „In Silence“ fast als Ballade durchgehen lassen, was sie jedoch faktisch nicht ist. Das hohe Tempo weicht einer verschlingenden Düsternis, in der wohlklingende sanfte Klänge versuchen die Dunkelheit zu durchdringen, sich aber der Dunkelheit geschlagen geben müssen. „In Silence“ ist ein episches Monster, dass alles und jeden verzehrt.

Fazit

KVAEN hat mit seinem Album „The Great Below“ eine wilde ungezähmte Bestie erschaffen, die in purer Raserei alles und jeden verschlingt. Aber KVAEN gelingt es durch sein unglaubliches musikalisches Fingerspitzengefühl dieser finsteren Erbarmungslosigkeit eine faszinierendes Charisma zu verpassen. Was für ein Erlebnis!

English review

Sinister epic metal

KVAEN (Facebook) is a solo project by musician Jacob Björnfot. And it is again proof that solo projects can be quite phenomenal. The sound of KVAEN is not so easy to describe. Basically, the sound goes mercilessly to the point. Clean vocals are missing. So we find ourselves in turbulent waters and rapids of Black Metal, Speed Metal and Pagan Metal. „The Great Below“ was recently released by the BLACK LION RECORDS label.

A wave of devastation

breaks over the listener immediately after the beginning. The opener „Cauldron Of Plagues“ performs a merciless chase. The sound sounds brute and sweeps like a wild beast over everything and everyone. Remarkable that in this escalation the melodic component is actually not forgotten. The riffs fly through the air like sharp knives. The drums have fun breaking the sound barrier, which can be admired especially in the second song „The Great Below“. It is quickly noticeable that especially the lead guitar is very playful and always contributes melodically, be it with awesome chords or ravishing solos. By the way, Jeff Loomis (ex-NEVERMORE, ARCH ENEMY) presents his guitar skills with the solo on the song „The Great Below“.

With „Damnations Jaw“ KVAEN pushes it to the excess. Hellyeah… What a killer! Here it goes forward maximally energetically again. It unleashes a frenzy with devastating riffs and breathtaking leads, where the sprawling solo is simply insane. Guest musician Mike Wead (MERCYFUL FATE) is responsible for this.

Mercy

KVAEN doesn’t offer us in the third act „In Silence“ either. After the barbaric first two rippers you could almost let „In Silence“ pass as a ballad, which it is, however, factually not. The high tempo rather gives way to a devouring gloominess, in which melodious soft sounds try to penetrate the darkness, but have to admit defeat to the darkness. „In Silence“ is an epic monster that consumes everything and everyone.

Conclusion

KVAEN has created with his album „The Great Below“ a wild untamed beast that devours everything and everyone in pure frenzy. But KVAEN manages to give this sinister mercilessness a fascinating charisma through his incredible musical flair. What a blast!

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Bildquellen

  • Jacob Björnfot-Credit Andreas Fernandez 2-skaliert: All Noir Pr.
  • KVAEN The Great Below Cover+Infos: Cover+Infos-->All Noir Pr.//Rest-->Pixabay
  • KVAEN Titelbild: All Noir Pr.

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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