REVERSE – „Hysteria“ EP

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Grunge Rock

Im Dezember 2020 hatte ich für ‚metal-heads.de‘ bereits über die junge Band REVERSE (Facebook) aus Dorsten berichtet, nachdem sie ihr Album „Deadlocked“ (Review) veröffentlicht hatten. Seinerzeit hatte ich den Sound als roh, rau und dreckig bezeichnet. Und daran hat sich glücklichweise nichts geändert.

„Hysteria“

heißt der neue kleine Output mit sechs Songs. Epische progressive Songs mit überlanger Spielzeit sind weiterhin nicht das Ding von REVERSE. Der längste Song „Lesson Learned“ auf dem Album geht 03:45 und der kürzeste Song „The Devil Leaves The Sky“ schafft es gerade einmal auf 02:14. Die Jungs sind eben für die schnelle Nummer zu haben, ganz ohne Vorspiel oder Nachtisch. Da geht es kurz und knackig zur Sache. Aber hey, so ganz stimmt das mit dem Vorspiel nicht, denn der Opener „Black Halo“ beginnt mit einer witzigen Sache. Denn man hat ein kurzes verbales Intermezzo zwischen Sänger Chris mit dem Drummer Micha beim finalen Mix beibehalten. Leider hört man nicht, worüber sich der Drummer im Vorfeld beschwert hat, aber der Sänger reagiert echt cool darauf und alle sind wieder entspannt. So kann es losgehen! Allerdings ist die Mucke alles andere als entspannt.

Der Song „Black Halo“ selber stampft wütend drauflos. Die Riffs kommen wieder gewohnt typisch dreckig und fett daher. Ja, und der Sänger klingt ein wenig irre und verrückt, wobei er mit einer gehörigen schmutzigen Portion Aggression daherkommt.

Von jedem etwas bitte, aber mit Schmackes!

Hatte ich beim Opener von „Wut“ gesprochen? Nun….gegen den Folgesong „In My World“ ist der Opener fast noch ne Gute-Laune-Nummer. „In My World“ ist ein brutaler Brecher, der mit einer düsteren Stimmung und verrückten Speed Attacken alles niedermäht.

Und schwuppdiwupps erklingen bei „Where Is The Crown“ schon beinahe rockige melodische Riffakkorde. Das klingt locker beschwingt, aber behält sich trotzdem diese gemeine aggressive Attitüde, was mitunter an der markigen Stimme von Chris liegt. Der Song „Dismays“ lässt die Punksau raus und knüppelt ohne Gnade.

„Lesseon Learned“ nimmt das Tempo zurück. Macht aber nix, denn hier gibt es coole Kontraste zwischen ruhigeren Passagen, die von einem schweren Bass dominiert werden, und riffbetonten Ausbrüchen. Und zum Ende schenken uns REVERSE endlich mal ein Gitarrensolo, dessen helle Klänge wie Sonnenstrahlen durch das raue dunkle Riffunwetter hindurchscheinen. Dies ist tatsächlich mein Lieblingstrack.

Fazit

REVERSE haben mit „Hysteria“ eine echt coole EP rausgehauen. Die raue erdige Produktion passt perfekt zur Musik und fängt diese authentisch ein. Der Sound hat dabei noch mehr Bumms bekommen und man hat wirklich drauf Wert gelegt dem Sound noch mehr Facetten zu verpassen. Hier gibt es Einflüsse von Punk und Rock‘ n Roll oder auch aus der düsteren Ecke des Metal. Die knackigen kurzen Songs knallen gut durch. Besonders gut hat mir aber der längste Song „Lesson Learned“ mit seinem ungewöhnlichen Songaufbau gefallen. Ich denke, dass noch eine Menge Potential in der Band schlummert und sie uns noch mit einigen Sachen überraschen werden.

English version

Grunge Rock

In December 2020 I had already reported for ‚metal-heads.de‘ about the young band REVERSE (Facebook) from Dorsten, after they had released their album „Deadlocked“ (Review). At that time I had described the sound as raw, rough and dirty. And fortunately, this has not changed.

„Hysteria“

is the name of the new small output with six songs. Epic progressive songs with overlong playing time are still not the thing of REVERSE. The longest song „Lesson Learned“ on the album goes 03:45 and the shortest song „The Devil Leaves The Sky“ makes it just to 02:14. The guys are just for the fast number to have, completely without foreplay or dessert. They like to play crispy and short. But hey, that wasn’t quite right about the foreplay, because the opener „Black Halo“ starts with a funny thing. REVERSE has retained a short verbal intermezzo in the final mix of singer Chris with the drummer Micha. Unfortunately, you can’t hear what the drummer complained about beforehand, but the singer reacts really cool to it.

The song „Black Halo“ itself stomps furiously. The riffs are again typically dirty and fat. Yes, and the singer sounds a little crazy and mad, whereby he comes along with a proper dirty portion of aggression.

There is craziness

Did I talk about „rage“ in the opener? Well….against the second one „In My World“ the opener is almost a good mood song. „In My World“ is a brutal banger that mows down everything with a dark mood and crazy speed attacks.

And poof, „Where Is The Crown“ sounds almost rocky melodic riff chords, sounds loosely upbeat, but still retains this mean aggressive attitude which is partly due to Chris‘ pithy voice. The song „Dismays“ lets the Punk roll and bludgeons without mercy.

„Lesseon Learned“ takes the tempo out. But that doesn’t matter, because here there are cool contrasts between quieter passages, which are dominated by a heavy bass, and riff-accentuated outbursts. And at the end there is finally a nice guitar solo, whose bright sounds shine through like rays of sunshine through the harsh dark riff storm. This is actually my favorite track.

Conclusion

REVERSE have released a really cool EP with „Hysteria“.The raw dirty production fits the music perfectly and captures it authentically. The sound has got even more power and they have really put emphasis on giving the sound even more facets. There are influences of Punk and Rock’n Roll or even from the dark corner of Metal. The crisp short songs bang through well. But I especially liked the longest song „Lesson Learned“ with its unusual structure. I think that there is still a lot of potential in the band and they will still surprise us with some things.

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Bildquellen

  • REVERSE Hysteria Cover+Infos: Cover+Infos-->REVERSE//Rest-->Pixabay
  • REVERSE Titelbild: REVERSE

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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