Nordgarden – ruhig aber gut mit „Changes“

Terje Nordgarden

Am Freitag, den 29. September 2017 erschien via GDN /Broken Silence mit „Changes“ das neue Werk des norwegischen Singer/Songwriter Terje Nordgarden. Das neue Album speist sich aus Country, Folk, Soul und Blues und wurde mit der kompletten Band live im Studio aufgenommen. Neu für Nordgarden war die Vielzahl der involvierten Musiker und Mit-Songschreiber. Mehr Infos zu gibt es noch im Vorbericht zu der Platte und zwar hier. Jetzt man kann natürlich zu Recht fragen, ist das Metal? Nein. Gibt es verzerrte Gitarren? Auch nein. Aber es ist gute, handgemachte Musik, weswegen ich „Changes“ auch ganz entgegen unserem Motto „Distortion is our passion“ gerne hier besprechen möchte. Einfach, weil es mir gefällt. Als Beleg hierfür mag erst einmal das Video zu „You Must Be The Change“ dienen:

 

Nordgarden mit klassischer Country-Eröffnung

Das Album beginnt mit dem Titelsong und zwar so was von klassisch Country, dass es eigentlich so im Lexikon stehen müsste. „Changes“ ist aber trotzdem der Song, der mir am wenigsten gefällt. „Side Of The Road“ ist dann schon deutlich souliger und bluesiger und mit mehrstimmigen Harmoniegesängen und hat einen tollen Rhythmus. Gefällt mir schon deutlich besser. Richtig sehnsuchtsvoll klingt dann schon direkt zu Beginn „Wide Open Spaces“. Dieses Verlangen nach Ruhe und der Drang sich dem hektischen städtischen Leben einfach mal zu entziehen, kann man beim Hören richtig spüren. Ein langsamer und ruhiger Song, der mir aber ausgesprochen gut gefällt. „Ain’t Gonna Let Her“ versprüht dann schon wieder einen anderen Vibe. Changes ist auf dem Album halt wirklich Programm. Wieder bluesiger und zum Mitwippen. Musikalisch steht hier das Piano im Vordergrund. Danach folgt mit „You Must Be The Change“ der Song aus dem obigen Video. Ruhige Momente wechseln mit Mitsing-Passagen und der klaren Botschaft, es liegt an uns.

Nordgarden mit erneuten Changes

Die zweite Hälfte beginnt wieder klassisch, aber diesmal Singer/Songwriter-mäßig. „The Storm“ beschreibt, wie eben dieser das Leben umkrempeln kann. Schöne Atmosphäre und ich stelle fest, dass mir die ruhigen Stücke bisher am besten gefallen. Liebeskummer ist ebenfalls ein klassisches Thema und selten bringt es ein Titel so gut auf den Punkt wie „Right Now (Love Is Hell)“. Und wieder bin ich beeindruckt, wie gut es Terje Nordgarden schafft, diese Emotionen musikalisch wie gesanglich rüberzubringen. Definitiv einer meiner Favoriten auf dem Album. „Don’t Need Nobody“ ist wieder ein Blues Song, der als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris und Beirut Ende 2015 entstand. Richtig so! „Hearts At Stake“ hat wieder diese emotionale Schlagseite und einen tollen Refrain, langsam, reduziert und mit dem Gesang im Fokus. Einfach ein toller Song. Mit „Come On, Come In, Come Along“ endet „Changes“ dann schon und Ende wie Beginn sind Country Songs und rahmen den Rest gewissermaßen ein. Da ich nicht so der Country Freund bin, ist auch das Ende leider eher nichts für mich.

Nordgarden – ruhig aber gut

Mir sind bei dieser Platte mehrere Dinge aufgefallen: Der Name ist wirklich Programm. Es wird wirklich viel Nordgarden Changes CoverAbwechslung geboten. Die Songs klingen alle verschieden und auch die Vielzahl der Instrumente und Musiker merkt man „Changes“ positiv an. Es ist zu keiner Sekunde langweilig oder eintönig. Der Sound ist auch warm und organisch. Das gefällt mir richtig gut. Wie oben schon angemerkt, sind eher die ruhigen und langsamen Songs meine Favoriten. Daher auch mein Fazit: Ruhig aber gut! Mir gefällt Nordgarden mit „Changes“ wirklich gut. Es ist genau die richtige Platte, wenn man sich in ruhigen Stunden einfach mal in der Musik verlieren will. Bekritteln muss ich aber die mit gut 34 Minuten doch recht knapp bemessene Spielzeit. Wer auch ein Ohr für die ruhigen unverzerrten Momente hat, dem möchte ich Nordgarden und „Changes“ gerne ans Herz legen. Mehr zu Nordgarden findet hier auf seiner Homepage oder ihr besucht ihn einfach mal bei Facebook. Die Platte könnt ihr direkt über den Link unten erwerben. Stay calm!

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Bildquellen

  • Nordgarden Solo: Gordeon Music
  • Nordgarden Changes: amazon.de
  • Nordgarden Tree 720×340: Gordeon Music

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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