YOUR ARMY – Sicker Than Us

Your Army

Bereits am 20.03.2015 erschien die zweite Scheibe des englischen Indie Rock-Quartetts YOUR ARMY namens „Sicker Than Us“ . Wir von metal-heads.de hatten jetzt erst die Gelegenheit, in das Nachfolgewerk des 2013´er Debüt-Albums „Ignite“ reinzuhören.

Indie-Rock-Alternative-Pop

Frontfrau Lucy Caffrey, die gemeinsam mit ihren 3 männlichen Mitstreitern von YOUR ARMY seit 2007 Mukke macht, wird vom Sound her gerne mit etablierten Rockgrößen wie SKUNK ANANSIE, den GUANO APES oder PARAMORE verglichen. Sicherlich zurecht, denn Lucy präsentiert ihre Stimme auf dieser CD höchst variabel, was ihre Stimmlagen angeht. Mal poppig, mal gefühlvoll, mal rockig und rotzfrech….

Hier zur Einstimmung für die Leserinnen und Leser, die YOUR ARMY noch nicht kennen, der Song „One Last Time“ vom ersten Album:

Doch heute möchten wir Euch die Songs vom Nachfolge-Werk „Sicker Than Us“ vorstellen. YOUR ARMY bieten hierauf 11 Songs und satte 43 Minuten Spielzeit. Nach sehr basslinien-lastigem Rhythmus-Beginn entpuppt sich der Opener „Brain“ sofort als ziemlich eingängig mit fetten Riffs im Refrain. Wie sich das anhört, hört ihr hier:

What If I“ beginnt dagegen mit einer grunge-rockigen Intro-Gitarre und endet im zweistimmigem Gesang, bleibt dabei stets melodisch aber leider etwas zu monoton.

Bei „Always Be Your Girl“ zeigt Sängerin Lucy dann ihre popig soulige Stimme zum ersten Mal so richtig. Eine schöne Hommage an die Liebe. Schon mit „Stay“ wird es aber wieder fetziger. Die drei Musiker Chris (Gitarre), Simon (Bass) und Andy (Schlagzeug) harmonieren perfekt in ihren Arrangements. Im Refrain gibt es tolle Rhythmus-Sections sowie einen fetten verzerrten Soundbrei, während die Strophen vom klarem Gitarrenspiel geprägt sind. Genau bei diesem Wechselspiel von laut und leise, schnell und langsam bemerkt man, dass mit Produzent Ace – einem SKUNK ANANSIE-Gründungmitglied – ein echter Profi am Werk war, der sein musikalisches Wissen weitergeben konnte. Dies hört man auch im Folge-Lied „Monster„.

Schmusend und schmachtend aber dann wieder brachial

Mit „You“ darf endlich geklimpert werden. Ein kurzes weil unter 2 Minuten dauerndes, romantisches Liebeslied, ausschließlich am E-Piano begleitet, bei dem Lucy in ihrer Repertoire-Kiste wühlt und ihren glockenhellen Gesang aufbietet. „Brave“ mit den Sprechchor-Antworten muss man mehrfach hören, um einen Zugang zu finden. Bei „The Grundge“ packen YOUR ARMY soundmäßig den Grunge erneut aus und der Sound entwickelt sich mit brachialer Energie zum Ende hin.

Sicker Than Us“ bietet dann typisch englisch betonten Sprechgesang und erinnert fast an Lilly Allen. „Did It For The Best“ – der vorletzte Song des Albums – ist wiederum eine echte Schmuseballade. Lucy´s starke Stimme weiß auch hier zu gefallen. Allerdings befürchtet man nach der Hälfte des Songs, als auch noch die Streicher ausgepackt werden, dass der Song ins Schmachtende abdriftet. Daher ist es gut, das YOUR ARMY doch noch die Gitarrenverstärker aufdrehen und den Song so rausreißen.

Danach reißt sich Lucy – rein textlich gesehen – im Schluss-Song „Make It Right“ die Klamotten vom Leib, um die eine Nacht richtig zu nutzen. Die dreckigen Power-Schreie „Right, Right“ im Refrain geben dem Lied wie auch das anziehende Tempo zum Ende des Songs das gewisse Etwas und runden so eine ordentliche CD gebührend ab.

Fazit:

Die Fußstapfen von Bands wie SKUNK ANANSIE sind noch etwas groß, auch wenn YOUR ARMY ausgerechnet ihre Vorbilder schon auf Tour begleiten durften. Die CD „Sicker Than Us“ bleibt aber ein 1 A abgemischtes Indi-Rock-Album mit leicht Popmusik-tauglichem Touch. Hört mal rein und bildet Euch selbst ein Urteil. Wir von metal-heads.de werden versuchen, uns im April 2016 von den Live-Qualitäten der Band überzeugen zu lassen und berichten Euch an dieser Stelle daher in Kürze in Bild und Ton von einem der deutschen YOUR ARMY-Gigs.

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Bildquellen

  • Your Army: www.amazon.de
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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