Rock Classics # 20 – Black Sabbath – Die Geburt des Heavy Metal

Rock Classics #20 Black Sabbath 720x340

2017 stand definitiv im Zeichen von Black Sabbath. Im Februar das umjubelte Abschiedskonzert, im Herbst noch ein Kinofilm und im November gab es mit „The End“ dann noch die optische und akustische Nachlese. Das Review dazu findet ihr hier. Alles in allem mehr als Grund genug für die Kollegen von Slam Anfang Dezember das Rock Classics # 20 in die Regale zu hieven. Für 9,90 Euro gibt es das Heft im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu erstehen. Warum das Geld gut investiert ist, verrate ich euch jetzt nach dem Video von „Paranoid“:

Black Sabbath – die Gründungsmitglieder und Dio

Auf den ersten gut 30 Seiten widmen sich die Macher von Rock Classics in jeweils einzelnen Kapiteln den vier Gründungsmitgliedern von Black Sabbath: Tony Iommi, Geezer Butler, Bill Ward und Ozzy Osbourne. Die Eckdaten sollten natürlich jedem Metal Fan bekannt sein, aber man erfährt doch noch ein paar nette Anekdoten und Einzelheiten, gerade aus den Anfängen der Karriere. Natürlich ersetzen solche Biografien nicht ein ganzes Buch, aber wesentlich informativer und umfangreicher als ein Wikipedia Eintrag sind sie allemal. Und viel lesenswerter obendrein. Dazu noch schön geschrieben und man ist den Musikern direkt viel näher. Auch Ronnie James Dio wird noch auf sieben Seiten gewürdigt und ausführlich vorgestellt. Natürlich waren das für die Geschichte von Black Sabbath die prägenden Musiker. Trotzdem finde ich es schade, dass andere wie Ian Gillan oder Tony Martin hier unter den Tisch gefallen sind. Dafür werden sie aber alle in der Vorstellung der einzelnen Alben präsentiert.

Black Sabbath – die Diskografie

Das Allerwichtigste bei Black Sabbath überhaupt ist natürlich die Musik und so werden alle Studioalben auf je ein bis zwei Seiten präsentiert. Neben Cover und Tracklist werden natürlich die beteiligten Musiker vorgestellt. Und so kommen auch diejenigen zu Ruhm und Ehre, die in den Biografien nicht dabei waren. Richtig interessant sind die jeweiligen Hintergründe zur Entstehung der einzelnen Alben. Gerade bei den weniger bekannten oder eher verschmähten Platten erfährt man als Leser da doch allerhand Wissenswertes. Was das Verständnis der Rezeption und die Einordnung der Alben in die Black Sabbath Historie wesentlich erleichtert. Bei so einer Einordnung scheiden sich bekanntlich die Geister und man kann da verschiedener Meinung sein. Aber ich finde, dass die Kollegen hier insgesamt sehr kompetent abgeliefert haben. Und wenn man anderer Meinung sein sollte, ist es doch zumindest ein willkommener Anlass sich die betreffende Scheibe einfach nochmal anzuhören.

 

Black Sabbath – Interviews, Edelfan, Birmingham und mehr

Was bietet Rock Classics # 20 noch? Neben einer – bei fast fünfzig Jahren Bandgeschichte natürlich nicht vollständigen – Auswahl an Büchern, Filmen und Sammlerstücken gibt es noch ein zweiseitiges Porträt von Edelfan Zakk Wylde und auch Birmingham, der Geburtsort von Black Sabbath wird in seiner Bedeutung für die Musikgeschichte kurz vorgestellt. Dann wären da noch die Interviews mit Tony Iommi von 2007 und 2013. Geezer Butler und Bill Ward werden mit Interviews aus dem Jahr 2010 gefeatured. Gerade die Aussagen von Tony Iommi sind im Hinblick auf die weitere Entwicklung Black Sabbath sehr interessant.

Rock Classics # 20 – kurzweilig, interessant und informativ

Die Macher von Rock Classics haben es verstanden die Geschichte von Black Sabbath auf gut 100 Seiten kurzweilig, informativ und interessant Rock Classics # 20 Black Sabbathniederzuschreiben. Natürlich gibt es auch schöne Fotos, aber der für mich größte Pluspunkt des Heftes sind die Plattenvorstellungen. Denn so interessant, skandalumwittert und drogenverseucht auch das Leben der Musiker sein mag, letztendlich geht es um das was sie geschaffen haben. Die Musik! Ich nehme so ein Heft gerne zum Anlass mich noch einmal intensiv mit dem Schaffen der Band zu beschäftigen. Und gerade das Neuentdecken der weniger erfolgreichen Alben ist richtig reizvoll. Ich habe Rock Classics # 20 – Black Sabbath gerne gelesen und kann es jedem Heavy Metal Fan nur ans Herz legen. Für Die Hard Fans einfach der Vollständigkeit halber und für alle anderen ist es ein gelungener Abschluss des letzten Jahres in der Geschichte von Black Sabbath. Wer das Heft im örtlichen Zeitschriftenhandel nicht findet, kann es direkt hier ordern und sich zuschicken lassen. Das letzte Vermächnis von Black Sabbath gibt es über den Link unten.

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Rock Classics # 20 Black Sabbath: mute music promotion
  • Rock Classics #20 Black Sabbath 720×340: mute music promotion
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 × eins =