Rival Sons mit einem souveränem Auftritt in der Essigfabrik

Rival Sons Essigfabrik

Sonntag, der 24. Februar 2019, mit frühlingshaften Temperaturen in Köln und in wenigen Tagen beginnt der Straßenkarneval. Wie nutzt man den Abend am besten? Eben, mit einem guten Rockkonzert! So dachten viele und machten sich auf den Weg in die ausverkaufte Essigfabrik um erst The Sheepdogs und dann die Rival Sons zu sehen. Der Einlass verlief angenehm unkompliziert und schnell. Shirts gab es am Merchstand für faire 25 Euro. Das Publikum war bunt gemischt. Von jung bis alt war alles dabei. Ein weiterer Beweis dafür wie gut die Rival Sons mittlerweile etabliert sind und wie gut ihr aktuelles Album „Feral Roots“ angekommen ist. Unser Review gibt es hier zu lesen. Als es um 19:45 Uhr losging, war es vorne im Gedränge gemütlich warm. Sound und Licht passten auch und die Stimmung gut.

The Sheepdogs – ein gediegener Auftakt

Homepage | Facebook

The Sheepdogs Köln EssigfabrikIrgendwie laufen mir in letzter Zeit immer kanadische Bands über den Weg und bisher hat mich keine enttäuscht. The Sheepdogs machten da keine Ausnahme. Die Mann um Ewan Currie boten genau das, was sie selber über sich schreiben: Good old fashioned Rock ’n‘ Roll. Aber garniert mit kleinen Überraschungen, wie einer Trompeteneinlage. Aber sie waren genau die richtige Vorband an diesem Abend. Viel Applaus und Zugaberufe bewiesen wie gut sie beim Publikum angekommen sind. Für meinen Geschmack hätten sie aber ruhig etwas aktiver auf der Bühne sein können. Basser Ryan Gullen war da noch der Agilste auf der Bühne. Irgendwie verkehrte Welt, sind doch sonst oft die Bassisten der ruhende Pol einer Band. So hattes es für mich mehr etwas von gediegener Altherren-Unterhaltung. Musikalisch gut, aber für mich mit zu wenig Drive. Aber wie gesagt, der Beifall zeigte, dass ich mit dieser Meinung eher alleine war.

Rival Sons – ein souveräner Auftritt

Homepage | Facebook

Rival Sons Köln EssigfabrikGuter Sound, ein euphorisches Publikum, eine ausverkaufte Halle und eine tolle Backdrop, die das Albumcover wiederspiegelte,  über die gesamte Breite der Bühne. Beste Voraussetzungen also und die Rival Sons zeigten, dass sie eine tourerprobte Band sind. Auf ihren Reisen mit Black Sabbath oder den Rolling Stones haben sie sich definitiv viel abschauen können und viel an Erfahrung und Routine gewonnen. Die Rollen dabei waren klar verteilt. Frontmann Jay Buchanan gab den sexy Sänger, der mich in Aussehen und Gestus ein wenig an Jim Morrison erinnerte. Scott Holiday an der Gitarre wirkte cool und unnahbar, ganz der Gitarrengott. Michael Miley und Dave Beste schufen das solide Fundament auf dem die beiden brillieren konnten.

Rival Sons – live besser als auf Platte

Hatte ich in meinem Review zur Platte noch bemängelt, dass mir die Dynamik in den Songs ein wenig fehlte, so sah das live ganz anders aus. „Feral Roots“ hatte mir schon Rival Sons Köln Essigfabrikauf der CD richtig gut gefallen, aber live war das noch einmal eine Klasse besser. Ein anderer Kritikpunkt hat sich für mich persönlich leider bestätigt. Auf dem Album habe ich das Rohe, Wilde und Ungezügelte vermisst. Und auch auf der Bühne wirkten die Rival Sons nicht wie eine junge, hungrige Band, die es wissen will. Klar, sie sind eine etablierte Rock Band, aber für mich wirkte es eher wie ein Nebeneinander als ein Miteinander auf der Bühne. Ich habe diese romantische Vorstellung von Musikern, die zusammen auf der Bühne stehen und Spaß haben. Da finde ich auch nur zwei längere Ansagen (zu „Jordan“ und „Face Of Light“) etwas wenig. In der Summe bleibt ein souveräner Auftritt, der die ausverkaufte Essigfabrik begeistert hat. Bei dem mir aber ein wenig die Seele und das Feuer gefehlt haben. Der musikalischen Güte der Songs hat das natürlich keinen Abbruch getan und die Songauswahl ließ auch kaum Wünsche offen, wie ihr unten auf der Setlist sehen könnt. Und jetzt die Fotos zum Auftritt:

Rival Sons – die Fotos

 

Rival Sons – die Setlist

  1. Back In The Woods
  2. Sugar On The Bone
  3. Pressure And Time
  4. Electric Man
  5. Too Bad
  6. Jordan
  7. Feral Roots
  8. Torture
  9. Face Of Light / Sacred Tongue
  10. Imperial Joy
  11. Open My Eyes
  12. All Directions
  13. End Of Forever
  14. Do Your Worst
  15. Shooting Stars (Zugabe)
  16. Keep On Swinging (Zugabe)

The Sheepdogs – die Fotos

 

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Rival Sons Köln Essigfabrik 30: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Rival Sons Köln Essigfabrik 4: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Rival Sons Köln Essigfabrik 3: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • The Sheepdogs Köln Essigfabrik 11: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • The Sheepdogs Köln Essigfabrik 16: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Rival Sons Essigfabrik 720×340: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zwölf − elf =