ASHES OF ARES – „Emperors and fools“ (VÖ: 21.01.2022)

Albumcover ASHES OF ARES Emperors and fools - Beitragsbild

ASHES OF ARES – „Emperors and fools“ (VÖ: 21.01.2022)

Kaum war das zweite Album namens „Well of souls“ (unsere Review dazu findet ihr hier) erschienen, da machten sich Frontmann Matt Barlow und Freddie Vidales (Gitarre/Bass) auch schon ans Werk, um das Material für den Nachfolger zu erschaffen. Und natürlich bleiben wir von metal-heads.de am Ball und informieren euch auch über die neue Scheibe. „Emperors and fools“ heißt die aktuelle Langrille von ASHES OF ARES, die in wenigen Tagen am 21.01.2022 erscheinen soll. Ein Dutzend Tracks haben den Weg auf den Silberling gefunden und wir wollen euch jetzt einmal die Musik näherbringen.

ASHES OF ARES Promofoto 2021

Einen ersten Höreindruck haben wir euch ja schon in unseren News serviert – schaut mal hier. Aber jetzt mal der Reihe nach. Fangen wir mit dem Intro an. Ehrlich gesagt, bin ich kein Fan von Intros. Viele finde ich einfach überflüssig und kann nicht viel damit anfangen. ASHES OF ARES haben ein anderthalb Minuten langes Stück als Einstieg ins neue Album vorgeschaltet. In diesem Fall gefällt mir das Intro. Es hat etwas von der Filmmusik in einem spannenden Actionmovie. Cool gemacht. Dann geht es auch schon direkt los mit „I am the night“ als ersten Song. Der Einstieg ist auf den Punkt und trifft ohne Umwege ins Mark. Doublebass-Salven powern, melodischer Gesang und die unverkennbare Stimme von Matt Barlow. Dazu präzise Riffs von der Saitenfront. Fett und amtlich serviert. Das macht Bock auf mehr. Die Latte ist hoch angesetzt…wird man dem weiterhin gerecht werden?

Eine Minute voller Gefühl…

Auch der zweite Track hat die Energie einer Dampfwalze. Highspeed-Drums, heavy Riffs der Gitarre. Passt und ist stimmig. Aber keine Sorge! Schon mit der nächsten Nummer beweisen Freddie Vidales und Matt Barlow, dass sie auch sanftere Töne mit viel Gefühl anschlagen können. Also zumindest eine Minute lang. Weil dann nimmt das Ganze wieder deutlich an Fahrt auf und auch der Härtegrad steigt um mehrere Level. Leider kommt der Song in der zweiten Hälfte irgendwie recht monoton rüber. Da hätte etwas mehr Abwechslung nicht geschadet.

ASHES OF ARES – „Emperors and fools“ (VÖ: 21.01.2022)

Albumcover ASHES OF ARES Emperors and fools

Je länger ich mir das Material des dritten ASHES OF ARES-Albums zu Gemüte führe, desto mehr fällt mir die stellenweise auftauchende „Einfallslosigkeit“ auf. Fortwährende Doublebass-Attacken im Zusammenspiel mit der E-Gitarre. Das ist ein bisschen dünn und mag sicher gezielt eingesetzt passen und überzeugen. Aber als Überdosis schlägt es eher auf den Magen. Gitarrensoli lockern da etwas auf und bilden einen Kontrast zu den Riffs, aber das ist ein schwacher Trost. Halbzeit und damit der Moment, sich mit dem Titeltrack zu befassen. Akustikgitarren, dazu auch der Einsatz von verzerrtem Sound. Melancholische Vocals, gemäßigteres Tempo. Das ist mal eine angenehme Abwechslung. Wird unser Metal-Herz noch mehr erfreut werden?

Das nächste Stück hatten wir euch ja bereits mit einem Höreindruck (siehe oben) vorgestellt, daher direkt der Sprung zum achten Song. Dieser fängt auch mit gemäßigten Gitarren an und beginnt erst nach einer Minute sachte loszurocken. Wuchtige Drums, Gitarrenriffs und dann setzt der Gesang des Frontmanns ein. „The iron throne“ ist da weniger zurückhaltend und das Schlagzeug kommt direkt kraftvoll um die Ecke. Mitreißende Gitarrenarbeit und dazu der markante Gesang von Mr. Barlow. Das knallt rein, ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Bei „Gone“ nimmt man sich wieder eher etwas zurück, packt einmal mehr Gefühle in den Song und trifft damit ziemlich ins Schwarze. Auch über die Distanz von knapp 6 Minuten eine ordentliche Sache.

Wird am Ende Alles gut? Duett mit dem „Ripper“!

Bei Track 11 dominiert der Bass und tritt damit in den Fokus, wie bei keinem anderen Song des Albums. Das Schlagzeug von Van Williams unterstützt den tiefen und etwas bedrohlichen Sound, bevor die Gitarre und schließlich der Gesang des Shouters einsetzt. Gefällt mir insgesamt ganz gut. Und dann kommt der (gute?) Schluss! Die Rede ist von einem 11 1/2-Minuten-Werk namens „Monster`s lament“, bei dem sich zu Matt Barlow kein Geringerer als Tim „Ripper“ Owens ans Mikro gesellt. Wow! Zwei Metal-Recken an der Gesangsfront. Da darf man gespannt sein. Erst einmal geht es mit recht melodischem Gitarrenspiel los. Dann setzt die Doublebass-Walze wieder ein. Aber es gibt auch deutlich ruhigere Momente, wo man die Heavyness spürbar herunterfährt und emotionaler, ja nachdenklicher wirkt. Neben den stimmlichen Fähigkeiten der beiden Herren an den Mikros hat auch die Saitenfront die Chance ihre Fingerfertigkeiten zu beweisen. Die Spieldauer ist schon eine Hausnummer, aber man schafft es, das Ganze kurzweilig zu gestalten. Ein starker Song und ein würdiges Ende für dieses Album.

Das Fazit zum dritten ASHES OF ARES-Album bei metal-heads.de

Kommen wir also zum Fazit bei metal-heads.de in der Betrachtung der neuen Scheibe von ASHES OF ARES. Ja, man muss leider kritische Töne finden. Zwischenzeitlich ist das schon etwas zu viel Einerlei. Aber andere Tracks wie z.B. „I am the night“ sind dafür echt stark und wissen den Hörer zu begeistern. Neben Doublebass-Gewittern und fetten Metalriffs an der E-Gitarre wissen ASHES OF ARES auch gefühlvolle Gesangspassagen einzustreuen und – zumindest mal für einen überschaubaren Moment – das Tempo herauszunehmen. Eine ordentliche Portion an kreativen Kompositionen, aber leider auch etwas langatmige Abschnitte mit leichtem Hänger zeichnen das Material aus. Es überwiegt aber eher der positive Eindruck. Einzelne Highlights, darunter auch der letzte Track, wissen zu gefallen.

Mehr zu ASHES OF ARES gibt es hier.

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Bildquellen

  • ASHES OF ARES Promofoto 2021: GORDEON Music
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Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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