DELAIN mit neuer EP „Lunar Prelude“ (VÖ 26.02.2016)

Charlotte Wessels – die Frau, die nie schläft (siehe unser Interview) – und ihre niederländische Symphonic Metal Band DELAIN beglücken ihre Fans Ende Februar mit einer „Überbrückungs-EP“ namens „Lunar Prelude“ (wir berichteten bereits hierüber). 8 Songs sind drauf und die sollen den Fans das Warten auf die neue CD, die voraussichtlich im Herbst 2016 erscheinen wird, verkürzen.

2 neue Songs, 1 neue Version, 4 Live-Lieder, 1 Orchester-Stück

Wir von metal-heads.de haben für Euch bereits jetzt in „Lunar Prelude“ reingehört. Und um es vorweg zu nehmen: neu ist nicht immer gleich neu! Denn außer dem bereits als Single ausgekoppelten Song „Suckerpunch“ sowie der Midtempo-Nummer „Turn The Lights Out“ befinden sich „nur“ 4 Live-Versionen aus 2015, eine orchestrale Vertonung von „Suckerpunch“ sowie ein neu arrangiertes aber altes Lied – nämlich „Don´t Let Go“ – auf dem Silberling.

Macht euch aber erstmal selbst ein Bild vom Opener „Suckerpunch“ , denn hier haben wir das Video für euch:

Die Meinungen in der Redaktion zu diesem Song gingen nicht so weit auseinander. Der Hintergrund-Chor im Refrain von „Suckerpunch“ mutet schon ein wenig poppig an. Und in Verbindung mit dem 2. neuen Song „Turn The Lights Out“ fällt das Gesamt-Urteil zur neuen EP leider recht schnell wie folgt aus: es fehlt der Drive, es fehlen die bösen Growl-Gesänge des Bassisten Otto Schimmelpenninck van der Oije, es fehlt der Heavy-Touch, der Gitarrensound ist zu leise. Nur Charlotte Wessels´bezaubernde Stimme sowie ein fetter Keyboard-Sound im Vordergrund, den Bandgründer und Mastermind Martijn Westerholt da zaubert, reichen allein nicht aus.

Intro erinnert an A-HA und die PET SHOP BOYS

Erschwerend hinzu kommt, dass die Intro von „Don´t Let Go“ eher an A-HA oder die PET SHOP BOYS denn an DELAIN erinnert.

DELAIN

DELAIN

Noch erschwerender kommt hinzu, dass beim tollen Song „Lullaby“ , der als 4. Track die erste Live-Auskopplung auf „Lunar Prelude“ darstellt, die Sound-Qualitäten optimierungsbedürftig sind. Der Gesang kommt viel zu dumpf daher und wirkt nicht gerade förderlich für ein positiveres Gesamturteil.

Glücklicherweise machen die Live-Versionen von „Stardust“ , „Here Come The Vultures“ sowie „Army Of Dolls“ dann aber richtig Spaß: astreiner Sound, eine toll eingefangene Live-Atmosphäre, mitklatschende Fans, da springt der Funke der EP erstmalig so richtig über. Doch gerade, als die EP Fahrt aufnimmt, folgt bereits der Schluss-Akkord mit der orchestralen Vertonung von „Suckerpunch“ . Hier kommen Cineasten zwar voll auf ihre Kosten, doch leider ist dann auch schon wieder Schluss.

Man hätte auch bis Herbst 2016 warten können

Fazit: weniger wäre hier mehr gewesen – sprich: mit der Auskopplung von „Suckerpunch“ hätte man auch bis zum Herbst 2016 warten und den Song auf die neue full CD packen können. „Turn The Lights Out“ klingt eher nach einer B-Seite. Live-Versionen sind immer eine nette Zugabe, aber taugen nur bedingt zur Kaufentscheidung einer ansonsten mauen EP namens „Lunar Prelude“ .  Sicherlich ein Muss für jeden DELAIN-Die Hard-Fan zur Vervollständigung der kompletten Sammlung. Für Freunde der ansonsten wesentlich fetzigeren Symphonic Metal-Melodien dieser so sympathischen Band ist die EP jedoch nur bedingt empfehlenswert. Wir von metal-heads.de sind gespannt, wie die beiden neuen Tracks – sollten sie denn live überhaupt präsentiert werden – von den Fans angenommen werden. Nach dem Graspop-Festival in Belgien werden wir spätestens hier für euch erneut über DELAIN berichten.

 

DELAIN Live-Foto: (c) metal-heads.de / Amir Djawadi

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Bildquellen

  • Delain Cover: Napalm Records
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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