Epoch Of Unlight: At War With The Multiverse (VÖ: 16.09.2022)

Schwarz-weiß-Fotografie der fünf Musiker von Epoch Of Unlight in einer Reihe mit ernsten Gesichtsausdrücken.

Es gibt Alben, die verlieren nicht viele Worte. Die ballern einfach los. At War With The Multiverse von Epoch Of Unlight (VÖ: 16.09.2022) fällt in diese Kategorie. Das Intro, wenn man das überhaupt so nennen darf, sind knappe zehn Sekunden schnelles Gitarrenriff auf dem linken Ohr. Und dann bricht der Krieg über das Multiversum los!

Es ist der vierte Langspieler der Band. Der Vorgänger liegt ganze siebzehn Jahre zurück. Und erschien seinerzeit noch bei einem anderen Label. Die lange Pause erklärt sich so: Damals, nach dem dritten Album zogen sich Epoch Of Unlight zurück von ihrem musikalischen Schaffen. Die Gründe waren teilweise Erschöpfung, teilweise wollten die Musiker andere Wege im Leben einschlagen. Außerdem verhinderten mehrere Mitgliederwechsel den kreativen Prozess immer wieder. Gleichzeitig führten die Rotationen in der Band auch zu spürbaren Wechseln im Stil der Formation. Das Ergebnis ist nun auf At War With The Multiverse zu hören.

Epoch Of Unlight: Neues Album nach siebzehn Jahren

Der Gesangstil ist tiefes, brachiales Death-Metal-Growling. Doch bleiben die Texte stets verständlich. Die Einflüsse der einzelnen Musiker als kreative Schöpfer zeigen sich in den Kompositionen. Die Musik ist in sich stimmig. Und das Album ist rund. Aber die Einflüsse der einzelnen Instrumentalisten bleiben charakteristisch und individuell in allen Stücken erhalten oder zumindest erahnbar. Deshalb ist es auch gar nicht so einfach, hier pauschal von Melodic Death Metal zu sprechen. Manches ist finster angeschwärzt, manches vielmehr technisch, obwohl das Werk als Ganzes vornehmlich in die Schublade Melodic passt. Über nicht wenige Passagen sind die zehn Stücke (42 Min.) auf dem Album mehr groovend als „melodend“ – wenn es das Wort überhaupt gibt. Fills und Gitarrensoli sind teilweise eher thrashige Killer, hektisch und schnell. Eines aber zieht sich durch das gesamte Album: Es ist charmant old-schoolig. Vielleicht liegt hierin die Konstante.

Das Albumcover zeigt eine astrale Szene mit einem schattenhaften Wesen in einem Umhang mit Kapuze und krallenbewehrten Händen. Es scheint über einer Art Felslandschaft eines Planeten zu schweben.

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Bildquellen

  • Epoch Of Unlight – At War With The Multiverse – Albumcover: Dark Horizon Records
  • Epoch Of Unlight – Bandfoto 2022: Dark Horizon Records

Matt

In der Unterstufe Metallica und lange Haare. Heute vor allem Black- und Death-Metal, aber nur noch Buzz-Cut. Innere Langhaarigkeit muss reichen... ;)

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