Kaiser Franz Josef – alle guten Dinge sind III

Kaiser Franz Josef 2020 by Pascal Buenning 720x340

Am 17. Juli 2020 erschien bei Sony das schlicht „III“ betitelte dritte Album von Kaiser Franz Josef. Eine Band mit der ich mich bisher gar nicht beschäftigt hatte und was ich nun im Urlaub einmal intensiv nachgeholt habe. Ich wusste die Band vor dem ersten Hören gar nicht einzuordnen. Aber nachdem ich das Video zum Opener „Dive“ gesehen hatte, war ich bereit voll und ganz in „III“ einzutauchen. Aber schaut selbst:

Kaiser Franz Josef – ein düsterer Beginn

Schwer walzt ein Gitarrenriff aus den Boxen, dazu gesellt sich ein knarzender Bass. Ein schön düster-heaviger Einstig mit „Dive“ den uns Kaiser Franz Josef hier bescheren. Gefällt mir richtig gut. Der „Cactus“ groovt stoner-lässig aus den Boxen, schafft es aber trotzdem den Bezug zum Hard Rock nicht zu verlieren. Ach ja, und der Gesang von Sham gefällt mir richtig gut. Einen guten Ticken eingängiger ist die nächste Auskopplung „Strip My Soul“. Der Song hat einen richtig guten Drive, einen tollen Refrain und wird sich mit Sicherheit einen festen Platz in den kommenden Liveshows sichern. Aber überzeugt euch selbst:

Kaiser Franz Josef – Abwechslung ist Trumpf

Von „Epitaph“ gibt es unten schon eine Liveversion und das steigert definitiv die Vorfreude auf baldige Shows. Toller Song mit Stoner Anleihen und geschickt gesetzten Breaks. Wie es der Name schon verspricht, wird bei „Slow“ das Tempo gedrosselt. Dabei versprüht die Band so gekonnt eine lässig-melancholische Atmosphäre, dass sich der Song richtig in meine Gehörgänge hineingefressen hat. Abwechslung ist Trumpf und so drückt „Overdue“ wieder kräftig nach vorne. Tolles Zusammenspiel der Band übrigens.

Kaiser Franz Josef – der Bass muss sein

Was sich bisher schon durch das Album zieht und mir auch ausnehmend gut gefällt, sind die dominanten Basslinien. Das zeigt sich exemplarisch bei „All In My Head“. Der vorletzte Song „Otherside“ bringt noch einmal eine andere Nuance in das Album. Kraftvoll rockend geht es so zum letzten Stück „Rings To The Bone“. Nach einem balladeskem Beginn geben Kaiser Franz Josef zwischendrin immer mal wieder richtig Gas und mit der schönen Melodie zusammen, ergibt das eine tolle Halbballade.

Kaiser Franz Josef – meine Neuentdeckung des Jahres

Wenn ich Kaiser Franz Josef mit „III“ in eine Schublade einordnen müsste, würde ich wahrscheinlich sagen Classic Rock meets Classic Grunge in der Wüste. Aber Schubladen sind doof und deswegen sage ich lieber, dass „III“ ein richtig gutes Rockalbum geworden ist. Kaiser Franz Josef haben tolle Songs geschrieben, die von Tom Dalgety (Rammstein, Ghost, Royal Blood) perfekt produziert worden sind. Das einzige Manko von „III“ ist die Spiellänge von nur knapp 32 Minuten. Ich hätte gerne noch weitergehört. Schade, aber jetzt muss ich mir halt die ersten beiden Alben besorgen. Wer auf guten, lässigen Rock steht, der kommt dieses Jahr nicht an Kaiser Franz Josef und „III“ vorbei. Für mich persönlich die bisherige Neuentdeckung des Jahres.

Kaiser Franz Josef – Line-Up und Kontakt

Sham – Gitarre und Gesang
Tom – Schlagzeug
Pete – Bass

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Bildquellen

  • Kaiser Franz Josef 2020 by Pascal Buenning 720×340: Pascal Buenning / Sailor Entertainment
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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