Moderner UK-Rock: Creeper mit „Sex, Death & In The Infinite Void“ (VÖ: 31.07.20)

Creeper

Das englische Städtchen Southampton ist die Heimat von Creeper, der 2014 gegründeten Brit-Pop-Band mit punkigen Attitüden. Das Sextett hat am 31. Juli 2020 sein 2. Album mit dem Titel „Sex, Death & In The Infinite Void“ veröffentlicht. Wir von metal-heads.de haben uns eingängiger mit der Scheibe beschäftigt.

Was erwartet uns bei Creeper?

Ohne Frage: das Album „Sex, Death & In The Infinite Void“ ist recht facettenreich. Nachdenkliche Klavier-Akkorde (wie im Song „All My Friends“ ) wechseln sich mit Brit-Pop der Sorte Oasis („Annabelle“ ) und mystischem Gesang der Marke Morissey & David Bowie (wie in „Napalm Girls“ ) ab. Darf es ein wenig Punkrock der Sorte Green Day („Be My End“ ) sein? Sind Ähnlichkeiten zum Gesang von Chris IsaaksWicked Game“ im musikalisch am aufwendigsten produzierten Song „Paradise“ gewollt oder rein zufällig? Höre ich da etwas Country und eine Prise Südstaaten-Sound im Song „Poisoned Heart“ heraus? Ach, macht euch am besten selbst ein Bild und lasst euch von den insgesamt 15 neuen Tracks von Creeper überraschen. Hier der Song „Annabelle:“

Die Ballade des Albums

Mit „All My Friends“ haben Sänger Will Gould und seine Mitstreiter (plus einer Mitstreiterin, namentlich Hannah Greenwood am Piano und mit einer bezaubernden Zweitstimme gesegnet) von Creeper auch eine äußerst radiotaugliche Ballade mit Hit-Potential am Start. Aber guckt und lauscht selbst:

Fazit

Creeper klingen abwechslungsreich, unverbraucht und einfach frisch. Dabei aber immer typisch britisch und das macht das besondere Etwas im Vergleich zu den unzähligen US-amerikanischen Bands auf dem Musikmarkt aus. Erwartet keinen puren Rock ´n Roll oder Punkrock mit 3 Akkorden. Creeper sind ideenreicher, musikalisch anspruchsvoller und entwickeln in jedem Song einen wunderbaren Songteppich. Allein die Intro im abschließenden „Thorns Of Love“ lässt die Beatles wieder auferstehen. Versprochen! Zugegeben finden wir wenig Emo, Horrorpunk oder Gothik Rock bei Creeper wieder, obwohl uns dies die Bandvorstellung auf Wikipedia gerne weißmachen möchte. Die Platte „Sex, Death & In The Infinite Void“ ist eher was für Fans von Placebo, Oasis, den Dire Straits und anderen Pop- und Mainstream-Rockbands. Aber dieser modern UK-Rock von Creeper verdient es, einmal angehört zu werden…

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Bildquellen

  • Creeper: Amazon
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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