RAGE – The Devil Strikes Again (VÖ: 10.06.16)

RAGE IS BACK

Mit neuer Scheibe und neuem Line-up, das neben Mastermind, Frontmann und Bassist Peter „Peavy“ Wagner aus dem gebürtigen Venezoelaner, Wahl-Belgier und bekennendem RAGE-Fan Marcos Rodriguez (Gitarre) und dem Deutsch-Griechen, besten Kumpel und ex-Drumtech seines Vorgängers Chris Efthimiadis, Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos (Drums) besteht, melden sich RAGE lautstark zurück.

Über das 22. Studioalbum der Band äußert sich Peavy folgendermaßen:

„Mit unserem neuen Album wollten wir ganz bewusst an die Energie und den Spirit unserer Klassiker-Alben aus den 90ern anknüpfen. Wir fokussierten uns wieder absolut auf die Songs, hart und direkt, mit saustarken Melodien. Die Zusammenarbeit mit Marcos und Lucky funktioniert dabei extrem gut, ich war schon lange nicht mehr so inspiriert und befreit beim Songwriting und so sind einige der besten Titel entstanden, die ich mit RAGE je einspielen konnte. Wir sind mehr als stolz auf dieses Album, das alle Stärken dieser Band vereint, wir brennen jetzt schon darauf, »The Devil Strikes Again« auf die Bühne zu bringen.“

Dann wollen wir doch mal schauen, ob das Album hält, was uns Peavy verspricht.

BACK TO THE ROOTS

Rage Foto

Bereits beim Opener und Titelsong wird deutlich, dass Peavy mit RAGE einen gänzlich anderen Weg einschlägt als sein Ex-Mitstreiter Victor Smolski mit seiner Combo ALMANAC (lest HIER die Review zu „TSAR“). Während sich ALMANAC an dem gemeinsamen Projekt Lingua Mortis Orchestra orientiert, hat Peavy mit seiner neuen Truppe ganz klar den Sound der frühen RAGE-Werke im Visier. Sein obiges Statement ist somit nicht bloß so daher gesagt, sondern tatsächlich „Programm“. Der Auftaktsong darf sich mit seinem hohen Tempo, thrashigen Riffs und druckvollen Drums dann auch gleich einer der Höhepunkte des Albums nennen. Das folgende „My Way“ ist eine eingängige und starke Nummer und kommt dennoch nicht ganz an diese Klasse heran. „Back On Track“ hat einen leicht punkigen Einschlag, hohes Tempo, eine coole Melodie und gefällt mir ausgesprochen gut. Mit „The Final Curtain“ folgt ein Song, der wieder sehr fett aus den Boxen dröhnt und mit einem sehr melodiösen Refrain und starken Instrumentalpassagen als weiterer Höhepunkt des Albums anzusehen ist. „War“ hat einen etwas anderen Stil mit Sprechgesang in den Strophen und einem aggressiven Refrain. Eine interessante Nummer, die aber nicht zu meinen persönlichen Favoriten gehört. Da gefällt mir „Ocean Full Of Tears“ schon wieder besser. Eine straighte Metal Nummer mit schönem Gitarrensolo. „Deaf, Dumb and Blind“ zeichnet sich wieder durch fette Riffs, einen ohrwurmartigen Refrain und sehr starke Gitarrenparts aus. Wieder eine sehr coole Nummer! Mit „Spirits Of The Night“ wird die Richtung beibehalten. Eine abwechslungsreicher Track bei dem Peavy vor allem im Refrain stimmlich voll überzeugen kann.

Hier könnt ihr euch das Lyricvideo dazu anschauen:

 

Das folgende „Times Of Darkness“ ist eine recht düsterer und getragener Song mit einer „unheilvollen“ Atmosphäre. Er bringt Abwechslung  und gehört dennoch nicht zu meinen Lieblingssongs des Albums. Mit „The Dark Side Of The Sun“ ist RAGE ein famoser Abschlusstrack gelungen. Harte Riffs, coole Solos, Tempowechsel, akzentuierter Gesang und ein starker Refrain, hier werden noch mal alle Register gezogen!

RAGE so stark wie lange nicht mehr!

Auf „The Devil Strikes Again“ zeigt sich RAGE so stark wie lange nicht mehr. Offensichtlich haben die Besetzungswechsel sich überaus positiv ausgewirkt, der alte Schwung ist zurück. Ein Vergleich mit ALMANAC verbietet sich, da die beiden Bands – wie oben erwähnt – völlig unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Eines verbindet jedoch die beiden Alben: Hier wie dort kann man beim Kauf derPlatten absolut nichts verkehrt machen.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass „The Devil Strikes Again“ in limitierter Auflage als 3CD-Digi und als 2CD-Digi und 2LP erhältlich sein wird.  Dabei werden euch noch einige Boni geboten, wie wir schon HIER beschrieben haben.

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Bildquellen

  • Rage Foto: Nuclear Blast
  • Rage – The Devil Strikes Again – Artwork: Nuclear Blast
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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