Corey Taylor – „CMFT“ (VÖ: 02.10.2020)

Corey Taylor - Albumcover - CMFT - Beitragsbild

Corey Taylor – „CMFT“ (VÖ: 02.10.2020)

Guten Tag liebe Follower von metal-heads.de! Wir haben für euch ja schon in der Vergangenheit über SLIPKNOT berichtet (z.B. hier). Auch die Herrschaften von STONE SOUR sind für uns keine Unbekannten und so haben wir von deren Live-Release eine Review verfasst. Der Kenner weiß natürlich, was den beiden Bands gemeinsam ist…Frontmann Corey Taylor. Schon mit diesen beiden Formationen beweist der Sänger seine Vielseitigkeit. Aber mit dem brandaktuellen Soloalbum, welches seit ein paar Tagen in den Regalen der einschlägigen Plattendealer steht, geht der gute Mann neue Wege.

Was bekommen wir musikalisch geboten? Das schlicht mit „CMFT“ betitelte Album beginnt mit „HWY 666“ (das steht für Highway 666, also eine Autobahn…zur Hölle!?), einem amtlichen Rocker. Ein netter Einstieg und dann kommt ein Highlight auf der neuen Scheibe. „Black eyes blue“ hatten wir euch zum Anhören ja bereits im Vorfeld vorgestellt. Jetzt können wir euch auch das mittlerweile existente offizielle Video zum Song liefern. Bitte sehr:

Ein Highlight schon zu Beginn…

Das ist doch mal ein eingängiger Song, der demnächst regelmäßig in den Radios laufen sollte. Mitsingqualitäten, ein straighter Beat und irgendwie ein gewisser gute Stimmung-Vibe. Ein echt starker Track. Weiter geht es wieder rockig mit E-Gitarren und ich finde, irgendwie hat diese Nummer auch eine bluesige Note. Corey Taylor verdeutlicht mit dem neuen Material einmal mehr – und noch intensiver als bisher – seine Fähigkeit, abwechslungsreich mit dem Einsatz von Musikstilen umzugehen. Bei „Meine lux“ geht es vom Tempo her ordentlich nach vorne. Track Nr. 5 rockt wieder fein und bevor man sich versieht nähern wir uns einer kleinen Verschnaufpause.

Corey Taylor - Albumcover - CMFT

Die gibt es mit dem nachdenklichen 4-Minuten-Song „Silverfish“. Akustikgitarren und eine etwas melancholische Stimmung, dezentes Schlagzeugspiel. Es muss nicht immer Vollgasbedienung sein. Auch die ruhigeren Töne kann der SLIPKNOT-Frontmann ohne seine gruselige Maske vermitteln. Das es sich dabei nicht um eine Eintagsfliege handelt, zeigt „Kansas“. Roh geht es mit ungeschliffenen Drums und Bassläufen unter Mitwirkung von dezenten E-Gitarren weiter. Yeah. Auch das Stück mit dem etwas schrägen Titel „Everybody dies on my birthday“ hat einen ordentlichen Drive und reißt einen echt mit.

Es geht auch bedächtiger…

Mit dem zehnten Track schlägt der STONE SOUR-Shouter aber auch wieder etwas bedächtigere Töne an. Ja, variabel in Power und Tempo zeigt sich Corey Taylor auf seinem Solo-Debüt. Das hat was von Swing…und auch diese Gesangspassagen liefert er genauso souverän ab, wie das mit den „wütenden“ Vocals im wuchtigen „CMFT must be stopped“ gelingt. Dabei hat er hier eine interessante Mischung an Stil, kommen doch Rapper Tech N9ne und der UK-MC Kid Bookie zum Einsatz.  Außerdem wirken im Video (das hatten wir hier bereits mal für euch gezeigt) einige prominente Szenegrößen wir Scott Ian von ANTHRAX und METALLICA-Drummer Lars Ulrich mit.

Ganz leise Töne, mit einem Klangteppich am Piano, bekommen wir bei „Home“. Da kann man schon mal feuchte Äuglein kriegen. Puuuuh. Am Ende gibt es dann noch eine 2-Minuten-Volldampf-Nummer, die aber – wenn wir uns den Songtitel anschauen – vermutlich nicht so ernst zu nehmen ist. Dann sind die 13 Songs durch und das Album fertig gehört. Aber man kann durchaus die Repeatfunktion nutzen…

Corey Taylor und sein Solo-Debüt – unser Fazit!

Das Fazit bei metal-heads.de: Corey Taylor – wir dachten, wir kennen den Sänger und seine Facetten schon von seinen Jobs als Frontmann bei STONE SOUR und SLIPKNOT. Ich finde aber, er hat seine Vielseitigkeit noch einmal unterstrichen und meinen musikalischen Horizont bezogen auf seine stimmliche Bandbreite und die stilistischen Ausflüge erweitert. Es scheint keine Grenzen zu geben, Stilmixe, Pianoklänge, Highspeed und Bedächtigkeit. Dieses Album sollte man unbedingt antesten, wenn man modernen Rock mag (und Fans von STONE SOUR und SLIPKNOT sollten sowieso mal schauen, welche Seiten man bisher an diesem Sänger noch nicht kannte bzw. vermutlich so auch nicht erwartet hätte!).

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Bildquellen

  • Corey Taylor – Albumcover – CMFT: Oktober Promotion
  • Corey Taylor – Albumcover – CMFT – Beitragsbild: Oktober Promotion
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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