Slash Feat. Myles Kennedy & the Conspirators – Living The Dream

Slash Feat. Myles Kennedy & the Conspirators

SMK & The Conspirators – 12 Mal gelebter RNR Traum

Nach der Guns N‘ Roses Reunion bangten viele um die Conspirators. Fraglich war, ob Slash nun mit den Gunners ein neues Album veröffentlicht oder sich seinem Herzensprojekt SMK & The Conspirators widmen würde.

Vorsichtig ausgedrückt: Viele sind froh darüber, dass er sich für die „jungen Wilden“ entschied und „Living The Dream“ auf die Straße brachte. Die 12 Granaten dieses Albums, wirbeln die rockorientierte Szene mächtig auf – das ist kein Altherren-Rock, sondern frisches Material mit eingängigen Riffs und Vocals, die ein Axl nicht besser schmettern könnte!

Albumtitel mit Hintergrund

Natürlich lebt jemand wie Slash seinen Traum. Gerade serviert ihm Gibson eine neue 58er Les Paul Signature Serie, er spielt eine der erfolgreichsten Touren der letzten Jahre. Kurz gesagt: es läuft bei Slash. Und doch äußert sich der stille Zeitgenosse in Interviews kritisch und nachdenklich darüber, was aktuell in der Welt geschieht. „Living The Dream“ ist demnach mehr ein kritisch zu verstehender Albumtitel, denn ein Bezug auf Prunk und Protz.

Echtes Handwerk, gepaart mit Rhythmus

Mit dem Neuzugang Frank Sidoris an der Rhythmusgitarre, lebt der Gesamtsound merklich auf. Myles Kennedy am Gesang ist mittlerweile einer der besten Rocksänger aller Zeiten, so erledigt er seinen Job nicht nur in Slashs Truppe erfolgreich, sondern verfeinert auch die Songs der Band Alter Bridge mit Mark Tremonti.

Todd Kerns (b) und Brent Fitz (dr) stehen ihren Bandkollegen aber keineswegs nach, sondern bilden den rhythmischen Unterbau in allerbester Manier.

Unfassbar gutes Songmaterial

Bereits „Driving Rain“, der als Vorabsong schon Ende Juli viral ging auf den sozialen Plattformen, zeigte auf, wie weit sich die Truppe weiterentwickelt hatte. Das knackige Eingangsriff geht einem so schnell nicht aus dem Ohr. Das kürzlich erschienene Video ist ebenfalls exzellent und unterhaltsam.

 

Mit „My Antidote“ gelingt eine Rockgranate, die stellenweise an Guns N Roses „You Could Be Mine“ erinnert.

Wer das Intro zu SurvivorsEye of The Tiger“ mochte, der wird beim Intro zu „Boulevard Of Broken Hearts“ komplett steil gehen. Der Song bildet den Abschluss des Albums und sorgt dafür, dass man direkt nach dem Hören auf Repeat drückt. Eines der heimlichen Highlights ist der Song „The One You Loved Is Gone“, herzzerreißend, mit dem richtigen Gespür für perfektes Songwriting, gräbt sich diese Halbballade tief in die Seele des Zuhörers.

Slashs Sound

Der Meister setzt auf sein klassisches Set Up. Allerdings klingt sein Riffing hier um einiges ausgeklügelter als auf „World On Fire“.  Der sound ist natürlich göttlich, so werden die eh schon cremigen Marshall-Les-Paul-Klänge im höchsten Falle durch ein Wah Wah Pedal modifiziert. Die Solos sind durchweg Gassenhauer und leben davon, dass sie sehr unvorhersehbar sind. Das gilt im Übrigen auch für den Großteil der Songs.

Fazit

Ein Album, dass den Rock N Roll retten kann und wird! Hier gelingt der Spagat zwischen Classic Rock und der Moderne. Ein perfektes Beispiel guter Rockmusik, das sowohl Musiker als auch Musikfans gleichermaßen anspricht.

 

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Bildquellen

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Blues Mike

Blues Mike

Als ich 12 war, gab mir ein Freund die Nummer des Teufels. Unter dieser Nummer meldete sich sein Assistent, der Meister der Puppen. Er sagte mir, dass es Rost im Frieden gibt und ich fortan mit meiner Gitarre um Gerechtigkeit für Alle kämpfen sollte!

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