YPNOS – „Beholder“ (bereits veröffentlicht)

YPNOS CD-Cover

YPNOS – „Beholder“ (bereits veröffentlicht)

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Was ich ja immer wieder spannend finde, sind neue Bands…also auch die damit verbundenen Debütalben, die eines Tages das Licht erblicken. Heute geht unser Blick einmal mehr nach Italien, wo ja diverse starke Formationen beheimatet sind. Das vorliegende Release von YPNOS ist bereits im September auf den Markt gekommen, aber irgendwie ist es mir erst später „aufgefallen“ und daraufhin habe ich mir die Musik direkt mal besorgt.

YPNOS – „Beholder“ (bereits veröffentlicht)

Progressive Musik ist ohnehin meine Schublade und so ist der Fünfer aus Südeuropa mit seinem Progressive Rock bzw. Metal auf jeden Fall mal mein Interesse wert. Los geht es gleich mit ordentlichem Drive, melodisch und proggig. Gut so. Der zweite Song mit dem passenden Titel „The beginning“ ist der Anfang der 7-teiligen „Tyranny suite“, die das Kernstück des Albums darstellt. Etwas zurückhaltend und bedächtig besteht der Track aus einem Instrumentalteil überschaubarer Länge, bevor es mit dem starken „State of grace“ weitergeht. Auch „March of the tyrant“ weiß zu gefallen. Rockig, Prog, Energie…einfach prima.

Bei „Building an empire“ fällt ein längerer Instrumentalteil zum Schluss auf, wobei das Schlagzeug im Mittelpunkt steht. Mal was anderes. Beim nachfolgenden Track geht es in eine komplett überraschende Richtung. Der Gesang steht hier im Fokus, wie eigentlich sonst nicht so sehr auf diesem Silberling. Ich komme einfach nicht darauf, an welche Band mich dieses Stück erinnert. Aber egal, gefallen tut´s. Ein Beweis für die Vielseitigkeit von YPNOS. In einer ähnlichen Marschrichtung geht es weiter, aber eben nur ähnlich. Hier kommt das Keyboard zum Tragen.

Mit „The ending“ (wie passend) endet die „Tyranny suite“. Melancholisch, ordentliches Tempo. Wenn man überhaupt eine Schwachstelle benennen möchte, dann vielleicht dieser Song. Den hätte ich nicht vermisst, wenn er nicht da gewesen wäre. Zum Ende der Scheibe noch zwei eigenständige Songs. „Northern star“ beginnt noch recht interessant, bevor es zunehmend unspektakulär in sich verläuft. Auch kein Meilenstein, bevor mit dem abschließenden Track das Debüt zu Ende geht. Dieser gerät ebenfalls eher durchschnittlich.

Ein starkes Debüt mit zukünftigem Entwicklungsspielraum…

Das Material auf „Beholder“ wurde von der Band selber produziert und man nutzte eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, um die erforderlichen Mittel zusammenzubekommen. Zehn Songs sind es letztlich geworden, die sich thematisch mit den Emotionen der Menschheit befassen. Nach dem Motto „Entweder man bekommt die Gefühle in den Griff oder man ist ihrer Macht ausgeliefert“. Wie sage ich immer!? Ein Debüt sollte auch nicht zu stark sein, damit noch Luft nach oben ist. Man möchte sich ja steigern, weiterentwickeln…!

Für „Beholder“ kann man das attestieren. Ein gutes Erstlingswerk, dem zum Ende ein wenig die Puste ausgeht. Aber definitiv ein positiver Start und Raum für Entwicklungsmöglichkeiten. Unbedingt mal ´reinhören!

 

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Bildquellen

  • YPNOS CD-Cover: GRAND SOUNDS PROMOTION
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Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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