ANGRA – ØMNI (VÖ: 16.02.2018)

Angra ØMNI CD-cover Ausschnitt

ANGRA – ØMNI (VÖ: 16.02.2018)

Heiße Samba-Rhythmen, knapp bekleidete Tänzerinnen, schwitzende Körper, der weltbekannte Straßenkarneval…das ist Brasilien. Ja, sicherlich! Aber wer es etwas „härter“ mag, der denkt wohl eher an einen melodischen Exportschlager aus dem Land am Zuckerhut. Die Rede ist von ANGRA, der Band, die vor mittlerweile beachtlichen 26 Jahren entstanden ist.

Mitte Februar, kurz nach dem Valentinstag soll das neunte Studiorelease der Brasilianer in den Läden stehen. Aufgenommen wurde das aktuelle Material von keinem geringeren als Jens Bogren (wie auch beim Vorgängeralbum) in Schweden.

11 Songs haben den Weg auf diese Scheibe gefunden, von der Spieldauer bewegen sich die Tracks meistens so um 5 Minuten. Eigentlich möchte man ja ungerne einzelne Stücke hervorheben. Wenn man es doch tut, wäre vielleicht „Black widow´s web“ zu nennen. Dabei kommen Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY) und die brasilianische Sängerin Sandy zum Einsatz und verleihen dem Song eine besondere Note. Das Wechselspiel von düsteren „Growls“ und der melodiösen weiblichen Stimme kommt gut.

ANGRA – ØMNI (VÖ: 16.02.2018)

Angra ØMNI CD-cover

Die Bedeutung des Albumtitels – er stammt aus dem Lateinischen – lautet „Alles“ und soll für die Gesamtheit der bisherigen Karriere von ANGRA stehen (Das Cover wurde übrigens handgemalt!). Es handelt sich um ein Konzeptalbum mit einer Serie von Kurzgeschichten aus dem Science-Fiction-Metier als Inhalt. Im Detail geht es um die Annahme, dass es in ca. 30 Jahren ein System künstlicher Intelligenz geben wird, welches die menschliche Wahrnehmung und Einschätzung verändern kann.

Das System gestattet eine bewusste Kommunikation zwischen der Zukunft und…der Vergangenheit.

Die Songs auf diesem Silberling sind sehr abwechslungsreich geworden. Mal eher bedrohlich und heavy, dann wieder aufrüttelnd und energetisch und andernorts sehr gemäßigt und zum Nachdenken anregend. Variantenreicher Gesang, melodische Gitarren und treibende Drums. Teils sogar richtig proggig, dann eher im Stil traditionellen Metals. Man kann auf jeden Fall und ohne Übertreibung das Fazit ziehen, dass ANGRA mit diesem Release eine echte Marke setzen und schon recht früh im neuen Veröffentlichungsjahr 2018 eine starke Vorgabe für den Rest der Metalszene etablieren.

Ein Konzeptalbum – musikalisch abwechslungsreich und inhaltlich futuristisch

Da muss man als Konkurrenz erst einmal qualitativ und von den Ideen und dem Abwechslungsreichtum her mithalten können. Das wird eine Herausforderung. Aber in der Position derjenigen, die die Vorlage gegeben haben, kann sich der Fünfer aus Südamerika recht entspannt zurücklegen. Den Wettkampf mit den Herausforderern muss man nicht scheuen…

ANGRA band press picture

Und wem das neue Material gefällt oder wer auch nur mal wieder einige der Klassiker aus dem Backkatalog hören möchte (ich gehe mal schwer davon aus, dass wir die auch zu hören bekommen), dem sei ein Besuch bei einem der ANGRA-Konzerte im März und April 2018 empfohlen. Einige der anstehenden Europa-Termine haben wir für euch unten aufgelistet:

22/03/18 Moonlight Music Hall – Diest (BE)

23/03/18 Neushoorn – Leeuwarden (NL)

12/04/18 Lido – Berlin (DE)

13/04/18 Backstage – München (DE)

14/04/18 Z7 – Pratteln (CH)

15/04/18 Maassilo – Rotterdam (NL)

19/04/18 Turock – Essen (DE)

Auch die Supportacts auf der Tour sind durchaus sehenswert. Neben der Formation OPERATION:MINDCRIME des ehemaligen QUEENSRYCHE-Frontmanns Geoff Tate werden HALCYON WAY und AVELION die Brasilianer auf ihrer Tour begleiten.

Wir von metal-heads.de sind bemüht, für euch einen entsprechenden Konzertbericht von der Tour mit einer Fotostrecke abzuliefern. Also immer mal wieder ´reinschauen. Bis bald!

Aber erst einmal gibt es hier einen ersten Höreindruck mit dem Song „Travelers of time“:

 

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Bildquellen

  • Angra ØMNI CD-cover: Gordeon Music
  • ANGRA band press picture: Henrique Grandi
  • Angra ØMNI CD-cover Ausschnitt: Gordeon Music
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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