Avatarium zum Genießen in Siegburg im Kubana

Avatarium

Knapp eine Woche nach dem Start ihrer „Hurricanes And Halos Tour 2017“ luden Avatarium am 21. September 2017 nach Siegburg ins Kubana ein. Als Special Guest hatten Avatarium die Kollegen von The Slayerking dabei, die auch von Marcus Jidell produziert werden. Vorab möchte ich ein paar Worte zur Location verlieren. Der Kubana Live Club befindet sich in einer Art Wellness-Zentrum mit Restaurant, Sauna und Sportstudio. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber gleichzeitig auch sehr einladend und freundlich. Die Konzerte finden im Keller statt, die Bühne ist nur halbhoch und davor findet sich Platz für geschätzt etwa 500 Leute. Nach hinten raus gibt es Abstufungen, wo sich auch Tische befinden. Hier kann wirklich jeder die Bühne sehen, ob klein oder groß. Ein wirklicher dicker Pluspunkt. Ein weiterer – wie ich finde – angenehmer Nebeneffekt ist der fehlende Handyempfang. So konzentrieren sich die Besucher auf das Konzert, statt die ganze Zeit auf ihren Smartphones rumzuspielen. Leider fanden sich heute nur grob geschätzte 250 Besucher ein, die dafür mit wirklich fanfreundlichen Merchandise versorgt wurden. Die Shirts gab es schon für 20 Euro. Bei solchen Preisen muss man dann einfach zugreifen.

The Slayerking – das griechische Trio

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The SlayerkingPünktlich um 20 Uhr betreten The Slayerking die Bühne, vor der sich um diese Zeit nur grob gezählte 40 – 50 Leute versammelt haben. Der Rest verteilt sich an der Theke und den Tischen, verfolgt aber trotzdem das Geschehen auf der Bühne. Das griechischeTrio, bestehend aus Efthimis K (Vocals/Bass), Kostas K (Gitarre) und George K (Drums), lässt sich nicht beirren und serviert düsteren Doom mit ein paar progressiven Elementen. Passend zum Habitus ist Frontmann Etfhimis komplett verhüllt und verzichtet auch nahezu völlig auf irgendwelche Ansagen. Ein paar mal Danke und das wars. Einige der Songs werden aber von ihm mit dramatischer Stimme und theatralischen Gesten im Stile eines Geschichtenerzählers vorgestellt. Nur zum Ende fallen sie ein wenig aus der Rolle und fordern das Publikum zu Mitklatschspielchen auf, die aber auch bereitwillig mitgemacht werden. Überhaupt wird nach jedem Song wohlwollend Applaus gespendet. Ich persönlich mag es lieber, wenn eine Band von der Bühne den direkten Kontakt mit dem Publikum aufnimmt und nicht einfach nur performt. Aber trotzdem waren The Slayerking ein guter Opener. Härter und auch düsterer als der Hauptact, aber insgesamt stilistisch passend. Sie haben an diesem Abend sicherlich auch ein paar neue Fans gewinnen können.

The Slayerking – die Setlist

  1. Bless Those Who Weep And Sell Their Tears To Unbelievers
  2. We Crucified The Pilgrims They Believed In You
  3. Story Of The Snake Who Grew Legs And Became A Lizard (The Slayerking)
  4. Black Mother Of The Lord Of Light
  5. Sargon Of Akkad
  6. Queen Of Sheba Undresses Before Pulsating Chords
  7. Where I Saw You Last Time Bleeding (Revelation)
  8. Southern Gate Of The Sun

Avatarium – warmherzig und freundlich

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AvatariumPassend zum bisherigen unkomplizierten und angenehmen Ablauf sind auch Avatarium pünktlich auf der Bühne und werden um 21:15 Uhr mit lautem Jubel empfangen. Zwar ist die Bühnendekoration sehr spärlich, nur ein paar Projektionen im Hintergrund. Aber das ist gar nicht störend, sondern lässt einem ganz die Ruhe, um sich auf die Musik und den hervorragenden Auftritt von Avatarium konzentrieren zu können. Habe ich bei The Slayerking noch die fehlende Hinwendung zum Publikum bemängelt, so ziehen mich Avatarium, respektive Frontfrau Jennie-Ann Smith, gleich auf ihre Seite. Gleich ihre erste Ansage ist komplett auf Deutsch und zeigt,wohin die Reise heute gehen soll: „Wir erschaffen das heute gemeinsam.“ Das sind ihre Worte und sie hat Recht. Das Publikum ist enthusiastisch und feiert die Band nach jedem Song ab. Das wiederum treibt die Band zu Höchstleistungen an. Gerade Jennie-Ann kann ihre Freude und Begeisterung über diese Reaktionen kaum verhehlen. Die Freude steht ihr einfach ins Gesicht geschrieben. Auch Marcus ist zwischendurch sichtlich bewegt. Heute abend stimmt die Chemie zwischen Band und Publikum! Einfach schön! Was auch auffällt ist, wie sehr Marcus und Bassist Mats Rydström in ihrer Musik versinken und aufgehen. Man kann die Hingabe und das Herzblut, mit dem sie spielen, regelrecht spüren.

Avatarium – die Highlights

AvatariumIch will gar nicht auf alle Songs eingehen. Es wird eine gute Mischung aus allen drei Alben geboten und ich möchte einfach nur ein paar Highlights herauspicken. „In My Time Of Dying“ – als Duo von Marcus und Jennie-Ann performt – knistert geradezu vor Gefühl. Aber auch der Titeltrack des zweiten Albums „The Girl With The Raven Mask“ kommt richtig gut an und bei „Sky At The Bottom Of The Sea“ wird es vergleichsweise wild vor der Bühne. Meine persönlichen Highlights sind aber die beiden Zugaben: Die traurig, hoffnungsvolle Ballade „When Breath Turns To Air“ und die Bandhymne „Avatarium“. Bei dieser sind dann auch alle Hände oben und Avatarium werden bejubelt und in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Jetzt hätte man bereits hochzufrieden nach Hause gehen können. Aber wer blieb, wurde belohnt. Bereits kurz nach dem Ende der Show tauchte nach und nach die komplette Band am Merchstand auf, um mit ihren Fans zu plaudern, Merch zu signieren und für Fotos zu posieren. So haben Avatarium ein bereits grandioses Konzerterlebnis noch einmal getoppt. Genau das wünscht man sich als Fan! Danke Avatarium! Beim nächsten Mal bin ich definitiv wieder mit dabei.

Avatarium – die Setlist

  1. Into The Fire
  2. Pearls And Coffins
  3. Kiss From The End Of The World
  4. Starless Sleep
  5. Run Killer Run
  6. In My Time Of Dying
  7. Medusa
  8. Girl With The Raven Mask
  9. Deep Well
  10. Sky At The Bottom Of The Sea
  11. Moonhorse
  12. When Breathe Turns To Air (Zugabe)
  13. Avatarium (Zugabe)

AvatariumWer sie noch nicht hat, kann die aktuelle CD von Avatarium direkt über den Link unten erwerben. An dieser Stelle möchte ich auch schon mal ein bisschen Werbung machen für mein Interview mit Marcus Jidell, das ich vor der Show mit ihm führen konnte und das bald hier bei metal-heads.de zu sehen sein wird. Vielen Dank nochmal für das angenehme Gespräch Marcus!

 

 

 

 

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soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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