Greybeards „Longing To Fly“ CD-Review VÖ: 29.01.2016

Greybeards_Cover

Das schwedische Label Attitude Recordings konzentriert sich primär darauf junge, einheimische Bands mit der nötigen Rock und Classic Rock Attitüde nach vorne zu bringen. Unter diesen Nachwuchsbands befinden sich auch die vier Rocker der „Greybeards“.

Die Foos als große Vorbilder

Longing To Fly“ heißt deren neuester Output und eigentlich sollte es beim Titel des Albums schon klingeln….richtig, die grandiosen Foo Fighters (Learning To Fly) zählen zu den größten Einflüssen der notorischen Schnauzbartträger.

Doch wohl bewusst geht es bei Greybeards nicht ganz so radiotauglich zu wie bei den großen Vorbildern. Eine gesunde Portion Wildheit und Punk mischen sich immer wieder in die 10 extrem rockigen Nummern und die jungen Musiker unterstreichen durchweg in allen Songs ihr Können an den Instrumenten. Das kommt Nummern wie „We’ll Never Die“ und „Take The Fight“ sehr zu Gute. Besonders Niklas Niironen spielt an den Drums eine ganz versierte Routine, die einigen Profikollegen in nichts nachsteht.

Bitte einmal saftig und fett produziert

Was dem Zuhörer direkt auffällt, ist die sorgfältige Produktion. Hier wurde ganze Arbeit geleistet. Das Album rockt durchweg und die teilweise Staccato artigen Riffs, wummern an allen Ecken und Enden. Da hört man auch gerne mal das eine oder andere Angus Young Riff heraus, doch sich auf einzelne Einflüsse einzuschießen wäre sicherlich zu einfach.

Was noch geht!?

Wie in den meisten Fällen gilt es für eine so junge Band, in Zukunft die Stärken konzentriert weiter auszubauen und an den noch kleinen Schwachpunkten zu arbeiten. So polarisiert Sänger und Gitarrist Olle Westlund sicherlich mit seiner Art zu singen. Er pendelt sich irgendwo zwischen Folk- und Rock-Röhre mit nasalem Touch ein, und das schwächt das Gesamtbild leider noch zu sehr ab. Die Greybeards finden sicherlich noch ihre Linie und wenn dem einmal so geschehen ist, sollten sie auch auf die Eingängigkeit und Originalität der einzelnen Songs nicht vernachlässigen. Noch wirken die Tracks etwas zu gewollt und lassen das eigentliche Potenzial des Songwritings zu selten aufblitzen.

Für den Anfang legen die schwedischen Rocker zumindest ein gutes Pfund vor. Rein zu hören lohnt sich auf jeden Fall, ob es dann am Ende für den einzelnen „Klick“ macht, entscheidet sich dann ganz von selbst.

 

www.greybeards.se
www.attituderec.com

 

 

 

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Bildquellen

  • Greybeards-Cover: www.amazon.de
Blues Mike

Blues Mike

Als ich 12 war, gab mir ein Freund die Nummer des Teufels. Unter dieser Nummer meldete sich sein Assistent, der Meister der Puppen. Er sagte mir, dass es Rost im Frieden gibt und ich fortan mit meiner Gitarre um Gerechtigkeit für Alle kämpfen sollte!

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