PHASE REVERSE – Phase IV Genocide-deutsch

Southern Rock

aus Griechenland bieten PHASE REVERSE (Facebook ). Auf ihrem aktuellen Longplayer „Phase IV Genocide“ lassen sie es mit 10 fetten Songs richtig krachen. Ich stieß auf die Band mit der ersten Single „Delete“, deren Video ich bei YouTube gesehen hatte. Der Gag ist, dass dieser Drei-Minuten-Track mit Abstand der kürzeste Song auf dem Album ist und so überhaupt nicht auf das restliche Material des Albums schließen lässt. Hier ist von schwerem Southern Rock nichts zu hören. Der Song ist ein speediger Feger mit Country-Attitüde, der wirklich megamäßig abgeht und tierisch Laune macht. Hab ich so noch nie gehört und hat auch was von MOTÖRHEAD. Coole Mischung! Sehr geil und erfrischend, vor allem dieses Gitarrensolo ist voll mega! Hört selbst!

PHASE REVERSE machen ernst

Kommen wir zu den anderen Songs, wobei PHASE REVERSE dem Southern Rock alle Ehre machen. Hier fällt weiter das technisch sehr hochwertige Gitarrenspiel auf, bloß eben auf andere Art als im Song „Delete“. Da lohnt es sich schon mal genauer hinzuhören, um das detailreiche und abwechslungsreiche Gitarrenspiel zu erfassen. Das Intro leitet stilgerecht ein und geht nahtlos in den ersten Song „Destruction On Demand“ über, der mit seiner Spielzeit von über sechs Minuten schon mal zu begeistern weiß. Griffige dominante Riffs bestimmen zunächst den Song mit marginalen Tempiwechsel. Toll ist auch der chillige Mittelpart mit dem bemerkenswerten bluesigen Gitarrensolo, bevor es wieder schwerlastig zur Sache geht.

PHASE REVERSE im Kinoformat

Das Video zum gesellschaftskritischen Song „Genocide“ ist ein aufwendig gestalteter computeranimierter Film, der auf jeden Fall sehr sehenswert ist. Das Thema wurde sehr eindrucksvoll umgesetzt. Der idyllische Beginn mit akustischen Gitarrenklängen wird von groovigen fetzigen Riffs weggefegt. Trotzdem sind die akustischen Gitarrenklänge ein wiederkehrendes Element im Song. Melodie und Härte geben sich bei diesem Song die Klinke in die Hand. Ein Megasong mit einem aggressiven shoutigen Chorus, der dem Hörer entgegengeschmettert wird.

Kommentar Haris Kountouris (Macher des Videos):

„Ich hatte immer die Schaffung eines ‚post-apokalyptischen‘ Videos im Kopf. Ich hatte die Gelegenheit dazu mit dem Phase Reverse’s Song „Genocide“ . Inspiriert durch den Text und durch die aktuelle Situation des Planeten versuchte ich, ein Video zu schaffen, das angesichts der aktuellen Weltlage eine nicht weit hergeholte Realität darstellt. Wir sind wie ein „Kessel“, der kocht und bereit ist, mit katastrophalen Folgen zu explodieren. Ich wollte auch zeigen, wie weit wir als Zivilisation voneinander entfernt sind und in diesen rauen Zeiten ‚ersticken’… Völkermord, ein Wort, das uns als Spezies bestimmt hat.“

Kommentar auf You Tube

Sehr eigenwillig

kommt der Song „Copy 10-4“ daher. Auf der einen Seite klingt er in den Phasen mit dem Sprechgesang etwas ungewöhnlich und sperrig, um dann plötzlich im Refrain wieder mit fetzigem Sound nach vorne zu marschieren. Irgendwie hat das einen gewissen Coolnessfaktor. Hervorzuheben wäre noch das Groovemonster „Die And Let Live“, welches locker lässig im Midtempo durch die Ohren stampft. Dann sorgen unter anderem der flotte locker flockige Stone-Rocker „Eat What You Deserve“ und der waschechte Rocker “ Sound Of My Stone“ für gute Laune.

Fazit

Ganz klar liefern die Griechen PHASE REVERSE ein super Album ab. „Phase IV“ bietet grandiosen Southern-Metal-Rock, der mit vielen Feinheiten aufwarten kann. Mir ist besonderes die fantastische Gitarrenarbeit aufgefallen, die mich wirklich beeindruckt hat. Die Band braucht sich keineswegs hinter Größen wie z.B. BLACK STONE CHERRY und Konsorten verstecken. Handwerklich gibt es rein nix zu mosern. Tolle Leistung!

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Bildquellen

  • Cover + Infos: Cover + Infos über Gordeon Music//Background, Amboss->Ulrich B., Momentmal ->Pixabay
  • Phase Reverse Band sw – skaliert: Foto über Gordeon Music

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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