FORENSICK – Das große Abschiedskonzert

Forensick

Der Schock war groß als Forensick, eine der beliebtesten Schwarzwälder Heavy Metal Formationen, ankündigte, eine längere Zwangspause einlegen zu müssen (wir berichteten HIER). Ob und wann es weitergeht, steht bislang in den Sternen. So konnten sich die Fans zunächst nur mit der Aussicht auf ein Abschiedskonzert trösten. Als angekündigt wurde, dass dieses am 13.05. im Adler in Dettingen (Gemeinde Horb) stattfinden würde, was es nicht nur für die Fans der Band sondern auch für uns von metal-heads.de Ehrensache, dass wir für euch vor Ort sind, um in Bild und Ton zu berichten.

Support vom TegernseeSkullwinx

Die Aufgabe des Anheizers wurde an diesem besonderen Abend von Skullwinx übernommen. Die junge Truppe vom bayrischen Tegernsee hat  2016 ihren zweiten Longplayer „The Relic“ veröffentlicht und wird dem Genre Epic Heavy Metal zugerechnet. Der stark überwiegenden Anzahl der Zuschauer war Skullwinx offensichtlich vorher nicht bekannt. Im Laufe des knapp einstündigen Auftritts können die Jungs das Publikum im Adler jedoch zunehmend auf ihre Seite ziehen. Spätestens nach dem Manowar-Cover „Thor (The Powerhead)“ ist das Eis gebrochen und die Stimmung steigt stetig an. Ein gelungener Auftritt der Bayern, die einige neue Fans gewonnen haben dürften. Sympathisch auftretend und musikalisch überzeugend, hat Skullwinx ihre Aufgabe, die Stimmung anzuheizen, in überzeugender Manier erfüllt.

Mehr Infos zu Skullwinx findet ihr auf der BANDHOMEPAGE!


Stimmung statt Wehmut

ForensickForensick haben sich in den letzten Jahren im Schwarzwald und Umgebung nicht nur mit ihren Studioveröffentlichungen sondern auch und vor allem mit ihren Liveauftritten einen phantastischen Ruf erarbeitet. So ist es nicht überraschend, dass der große Saal im Adler um 21:30 Uhr mit rd. 200 Leuten gut gefüllt ist. Als kurze Zeit später die ersten Töne des Intros erklingen, ist die Stimmung bereits hervorragend. Forensick machen gleich am Anfang deutlich, dass heute noch mal richtig Gas gegeben werden soll und für Wehmut (zunächst einmal) kein Platz ist.

Devise Vollgas

Die Musiker verausgaben sich an diesem Abend bis zum letzten. Schlagzeuger Julian Rocco Lepore drischt dermaßen auf sein Drumset ein, dass das Material einer echten Belastungsprobe ausgesetzt wird. Matthias Ehmig uForensicknd Stephan Vogt überzeugen mit filigranem und powervollen Gitarrenspiel und der „Steve Harris des Schwarzwalds“, Andi Armbruster am Bass, zeigt eine Bühnepräsenz die ihresgleichen sucht.  Frontmann Tobi Hübner ist nicht nur stimmlich in absoluter Hochform sondern beweist auch erneut sein Talent als großer Entertainer. Durch die eingesetzten Co2-Jets und einen auf die Bühne geworfenen BH (der später den Mikroständer verschönert 😉 ) wird die Stimmung zudem noch weiter nach oben getrieben!

Kein Halten mehr

Forensick spielen heute Abend einen Großteil ihrer Eigenkompositionen und bei „Hero Of The Day“ singt der ganze Saal mit. Mit der Bandhymne „Forensick“ wird der reguläre Set beendet. Zugaben werden natürlich vehement gefordert und die Band enttäuscht ihre Fans nicht.  Als die grandiose Coverversion des Maiden-Klassikers „Fear Of The Dark“ als erste Zugabe ertönt, gibt es bei den Zuschauern kein Halten mehr. Mit „Ugly Riders“ wird nach gut 1 1/2 Stunden das Konzert beendet. Nicht nur die Band sondern auch das Publikum ist völlig ausgepowert.

Gibt es eine Zukunft für Forensick?

Mit tosendem Applaus wird der Fünfer verabschiedet und jetzt kommt doch noch Wehmut auf. Sollte dies wirklich der letzte Auftritt der süddeutschen Heavy Metal Hoffnung gewesen sein? Auch wenn es als wahrlich würdiger Abschluss anzusehen wäre, bleibt doch die Hoffnung, dass es in ein bis zwei Jahren doch noch weiter geht mit Forensick. Wir von metal-heads.de werden euch natürlich auf dem Laufenden halten!


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Bildquellen

  • Skullwinx: (c) Uwe, metal-heads.de
  • Forensick: (c) Uwe, metal-heads.de
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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