Apollo – Waterdevils

Apollo Papathanasio, vielen bekannt durch seine Arbeit mit den Bands Time Requiem, Meduza, Sandalinas, Evil Masquerade, Firewind und natürlich aktuell Spiritual Beggars, brachte am 18.11. bei Escape Music/H’art sein erstes Soloalbum ‚Waterdevils‘ auf den Markt.

Nach seinem Ausstieg bei Firewind im Jahre 2013, ebnete sich Apollo Stück für Stück den Weg zu seinem Solo-Debüt. Wer nun erwartet ein Powermetal Album in der Tradition von Firewind zu erhalten, der wird enttäuscht sein. Denn was Apollo auf seinem ersten Soloalbum abliefert, ist im Grunde melodischer Hardrock auch Classic Rock genannt.

Mitmusiker ohne Ende

Apollo scharrte sehr viele meist schwedische Gastmusiker für seine Aufnahmen zusammen. Hier die lange Liste der beteiligten Musiker:

Apollo Papathanasio (vocals, guitar, percussion), Chris Blackburn (vocals), Criss Amott (guitar), Henrik Flyman (guitar), Victor Olsson (guitar, bass, keyboards), Jalle Westergreb (guitar, backing vocals), Michael Moon (guitar), George Rain (guitar, bass, vocals), Johannes Nystrom (guitar, backing vocals), Peter Hass (guitar), Peter Josaar (guitar), Divan (guitar), Peppe Palmgren (guitar), Thomas Johansson (guitar), Fredrik Jordanius (guitar), Per Wiberg (keyboards), Dennis Zielinski (keyboards), Pavel Dvorak (keyboards), Kasper Dahlqvist (keyboards), Anders Skoog (keyboards), Per Wallmark (bass), Ricki Aresu (bass), Ari (bass), Michael Lang (bass), Mikael Bielinski (bass), Ludwig Witt (drums), Michael Ehre (drums), Martin Fernandez (drums), Anton Roos (drums), Mark Cross (drums), Rolle Mathiasen (drums), Tomas Persson (drums), Markus Johansson (drums), Steffan Karlsson (backing vocals), Lena Dahlqvist (backing vocals) und Daniel Algons (backing vocals).

Die Vielzahl der Musiker zeichnet auch das Album aus, welches überraschend gut klingt.

Apollo erstaunt mit melodiösen Liedern

Der Opener „Revolution For The Brave“ beginnt mit einem fetten Gitarrenriff, um gleich anzudeuten wohin die musikalische Reise geht. Apollo hat die meisten der Texte selbst verfasst, lediglich bei zwei Stücken halfen ihm Staffan Karlsson, Peter Jöeäär und Thomas Johansson als Co-Writer aus.

Produktionstechnisch wurde erstklassige Arbeit verrichtet. Alle Tracks kommen druckvoll und sauber differenziert über die Lautsprecher. „Liberate Yourself“, „Buried In A Flame“ und „Safe And Sound“ sind melodiöse Hardrock Perlen im Stile von Pretty Maids, Inglorious und Eclipse, um nur einige zu nennen.

Mit „Fallen Endlessly“ hören wir dann eine kraftvolle Ballade, in der Apollo durch mehrstimmigen Gesang beweist, dass er durchaus auch ruhigere Töne anschlagen kann. Für mich eines der Highlights des Albums.

Erstklassige Produktion

Überhaupt fällt auf, das trotz der ganzen unterschiedlichen Musiker der Sound immer bodenständig bleibt. Hier hat man ganze Arbeit geleistet und hervorragend gemixt. Aufgenommen wurde das Album in den Global Music Studios in Göteborg.

„Crossing The Lines“ beginnt mit Piano, um jedoch nach 30 Sekunden in stakkato-haftigen Gitarrenläufen überzugehen.

„Power“ ist für mich ein Stück, welches nicht so recht in das Gesamtwerk passt. Liegt vielleicht am Refrain im Zusammenhang mit der Musik. Nanana…

Wo hingegen der nächste Song „Rise Up“ ganz anderes Kaliber hat. Apollos Gesang hat einen leicht rauen Touch, welcher hier sehr gut zu hören ist. Diese Nummer könnte glatt als Single veröffentlicht werden oder auch die nächste namens „I Need Rock ’n‘ Roll“. Allerdings frage ich mich, wie und ob Apollo dieses Soloalbum auch promoten bzw. live auf die Bühne bringen wird. Der vielschichtige Gesang bedarf zumindest einem weiteren Sänger.

Es geht auch schneller, Apollo

Der härteste und schnellste Track des Albums „Chasing Shadows“ folgt. Die Shredderabteilung sorgt für Druck. Die Drums hämmern dir das Bauchfell weg und die Keys stehen wie ein Sturm in der Brandung.

Ob es da gegen Ende noch die Coverversion „Stop“ des Phenomena Projektes gebraucht hätte? Ja, auf jeden Fall, denn diese Version ist um einiges härter als das Original. Und Apollo schafft es auch hier gesanglich zu überzeugen!

Fazit: Sehr empfehlenswertes Album und ein Pflichtkauf für Freunde des Classic Rock!

 

Apollo - Waterdevils

 

Tracklist:

1. Revolution for the Brave
2. Liberate Yourself
3. Buried in a Flame
4. Safe and Sound
5. Fallen Endlessly
6. Crossing the Lines
7. Power
8. Rise Up
9. I Need Rock ’n‘ Roll
10. Chasing Shadows
11. Through the Fire
12. Stop (Phenomena Cover)

 

 

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Bildquellen

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Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein. Aktiv bei metal-heads bis Dezember 2018, jetzt Fördermitglied.

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