Brainstorm, Mob Rules und Gloryful live im Turock

Brainstorm, Mob Rules und Gloryful live im Turock

Freitag Nachmittag und irgendwie war ich nach der Arbeitswoche etwas platt und so gar nicht in Stimmung für ein Konzert. Dann bekam ich aber kurzfristig die Chance, nach Essen ins Turock zu fahren und da sagt man dann ja doch nicht Nein. Brainstorm und Mob Rules waren mir zwar ein Begriff, aber da ich eher keinen Powermetal höre, kannte ich die Bands, bis auf Gloryful eigentlich nicht. Und vorher gehörtes auf dem Streamingdienst meines Vertrauens weckte da auch wenig Hoffnung in mir. Ich mag diesen leicht poppig produzierten Metal einfach nicht. Mit wenig Erwartung machte ich mich dann auf den Weg. Über die A40 ging es aus Versehen ziemlich reibungslos und einen Parkplatz in angenehmer Nähe hatte ich auch gefunden. Dann vor dem Turock der Anblick auf die gewohnte Schlange…klar, war ja ein quasi ausverkauftes Konzert. Da macht das Anstehen Spaß, bei -2 Grad. Als ich endlich drin war, ging die Jacke an die Garderobe und ich ab in die Meute.

Gloryful

Pünktlich um 19.30 Uhr sollten Gloryful die Bühne entern. Ich war auf diesen Auftritt richtig heiß, das aktuelle Album macht mir eine Menge Spaß. Mein Review dazu könnt ihr hier lesen Klick. Der Eindruck des Albums sollte sich auch live vollkommen bestätigen. Man merkte schnell, dass die Band hier ein Heimspiel und somit eine solide Fanbase am Start hatten. Sänger Johnny klopfte völlig gelöst Sprüche am laufenden Band und das Publikum sprang dankbar drauf an. Auch musikalisch war es um die Jungs gut bestellt. Adrian Weiss und Jens Basten sind an ihren Gitarren über jeden Zweifel erhaben, was auch dem Publikum nicht lange verborgen blieb. Drummer Hartmut Stoof knüppelte die Felle weich, während Bassist Danij Perl sich stets bestens gelaunt präsentierte und ordentlich abmoshte. Auch die Stimme von Sänger Johnny la Bomba kam live richtig gut rüber, hätte aber etwas lauter ausgepegelt sein dürfen. Das kann aber auch meinem Standort gelegen haben, das mir der Sänger etwas zu leise vorkam.

Record Release Party

Die Jungs haben eine krachende Record Release Party von „Cult of Sedna“ mit ihren Fans gefeiert, die sich nicht zweimal bitten ließen. In der Meute sah man doch so einige Leute mit Gloryful Shirts. Leider war die Show nach 7 Liedern und 35 Minuten bereits vorbei. Schade, das hätte gerne nochmal genau so lange weitergehen können. Sahen anscheinend auch einige Fans so, aber die Zugabe Rufe konnten auf Grund des straffen Zeitplans nicht befriedigt werden. Dafür wurde der Merch Stand fleißig besucht, wo man auch mit den Künstlern anstoßen oder sich seine CDs und Platten signieren lassen konnte. Ich kann nur sagen, seit dem Auftritt läuft das Album in Dauerschleife bei mir…macht direkt noch mehr Spaß, wenn man die Jungs mal live gesehen hat.

Mob Rules

20 Minuten Umbaupause und ziemlich pünktlich gegen 20.30Uhr standen Mob Rules auf der Bühne. Ein Keyboard war auch aufgebaut…weia, ich hatte etwas Angst. Der Sänger brachte mit seinem Zylinder und dem Mantel einen etwas eigenwilligen Look auf die Bühne. Es stellte sich allerdings sehr schnell raus, das meine Angst komplett unbegründet war, denn es standen hervorragende Musiker auf der Bühne, die richtig guten Sound abgeliefert haben. Das Publikum lies sich durchaus animieren, war aber zum Großteil natürlich für den Headliner erschienen. Jedenfalls haben mich Mob Rules positiv überrascht, auch dem Sänger merkte man seine Erfahrung auf der Bühne an. Immerhin feiert die Band bald ihr 25 jähriges Jubiläum und war nach eigener Aussage an diesem Abend das erste Mal im Turock live auf der Bühne. Würde mir die Jungs durchaus wieder anschauen. Nach 10 Liedern und einer Stunde Spielzeit war hier Schluss.

Brainstorm

Nach weiteren 20 Minuten Umbaupause stand dann der Headliner auf dem Programm. Nach und nach enterten die Musiker die Bühne, zuerst der Drummer, zuletzt der Sänger…und jeder lies sich erst mal schön feiern, wie sich das gehört. Die Fans hatten richtig Bock, das Turock platzte gefühlt auch aus allen Nähten, die Leute standen bis in den Ausgang rein. Ich kämpfte mich zwecks Fotos nach vorne, echt etwas nervig, ohne Fotograben. Die Band legte los und wie zuvor schon bei Mob Rules überraschten mich auch Brainstorm instant. Da kam richtig geiler Heavy Metal aus den Lautsprechern geballert und dazu kam direkt Partystimmung auf. Der Sänger, eine Rampensau vor dem Herrn, hatte direkt das komplette Publikum voll im Griff. Macht immer wieder Spaß, sich so einen Vollprofi auf der Bühne anzuschauen, der dabei trotzdem noch „echt“ rüber kommt.

Party

Und so dirigierte Sänger Andy B. Franck das Publikum ein ums andere mal und brachte immer wieder seine Freude zum Ausdruck, vor so einer Meute spielen zu dürfen. Hat mir wirklich gut gefallen und kam auch sehr ehrlich rüber, z.B. mit der Ansage „Geil, das ihr alle da seid…ohne euch sind wir nichts“. Guter Typ, der Andy. Die Brainstorm-Abfahrt sollte dann, garniert von einigen Zugaben, über 16 Lieder laufen. Sehr geile Nummer, mit viel Power und Spielfreude. Euch habe ich hoffentlich nicht zum letzten Mal gesehen.

Fazit

Das sind solche Abende. Du erwartest relativ wenig und fährst am Ende glücklich und bestens unterhalten nach Hause. So ging es mir nach diesem Konzert. Egal ob Gloryful, Mob Rules oder Brainstorm. Alle haben positiv überrascht, alle haben geliefert…20 Euro Eintritt, für 3 geile Bands. Auf und hin da, die Tour hat gerade erst angefangen und alle Daten findet ihr natürlich bei uns Klick.

 

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Bildquellen

  • Gloryful1: (c) Frank Moldenhauer, metal-heads.de
  • Mob Rules2: (c) Frank Moldenhauer, metal-heads.de
  • Brainstorm1: (c) Frank Moldenhauer, metal-heads.de
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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