MANDOKI SOULMATES – „Hungarian pictures“/“Living in the gap“ (VÖ: 11.10.2019)

MANDOKI SOULMATES CD cover Living in the gap

MANDOKI SOULMATES – „Hungarian pictures“/“Living in the gap“ (VÖ: 11.10.2019)

Dieser Mann – die Rede ist von Leslie Mandoki – sprüht geradezu vor Kreativität und so verwundert es nicht, dass es jetzt von den MANDOKI SOULMATES ein brandneues Release ansteht. Hatte es nicht im Mai diesen Jahres eine umfangreiche Live-Veröffentlichung gegeben, fragt ihr zurecht!? Ja, und wir von metal-heads.de hatten hier für euch darüber berichtet.

Gleich zwei Alben der Allstars

Jetzt also am 11.10.2019 neues Material dieser Allstar-Truppe. Ich möchte jetzt nicht die vielfältige Auflistung der Mitwirkenden hier aufführen. Es seien nur exemplarisch Bobby Kimball, Ian Anderson, Mike Stern, Simon Phillips und Randy Brecker erwähnt. Und das neue Werk ist gleich eine Kombination zweier Alben geworden.

Befassen wir uns zunächst mit dem Dutzend Songs auf „Living in the gap“. Da geht es gleich mit dem Opener und Titeltrack mit einem gesellschaftskritischen Thema los, umgesetzt in einem entsprechenden Video (schaut mal weiter unten). Auch zum zweiten Song auf dem Album gibt es ein Video. Das bekommt ihr auch sofort serviert. Der Inhalt ist sehr aktuell, geht es doch um das momentan vielleicht als Thema Nummer 1 anzusehende globale Ding: die Diskussionen um Klimawandel, die Ursachen seitens des Menschen und mögliche Maßnahmen zur Abhilfe. Ihr seht also, es geht zwar um Unterhaltung, aber Leslie Mandoki mit seinen SOULMATES macht auch vor politisch heiß diskutierten Aspekten keinen Halt.

 

Ein großartiger Song mit einer filmischen Untermalung zu Umweltverschmutzung, Eisschmelze an den Polen, Massentierhaltung und demonstrierenden Menschen.

Überspitzt oder die aktuelle Realtität – entscheidet selbst!

 

Zu den Songs auf „Living in the gap“

Beim ersten Song ging es noch recht rockig zu, bei „Young rebels“ wird es von der Stimmung her eher melancholisch. Da gefällt mir besonders der Einsatz der Backing Vocals im Zusammenspiel. Beim nachfolgenden Track treten auch immer wieder Pianopassagen in den Fokus, der Gesang stimmt nachdenklich. Bis eben konnte man es sich nicht vorstellen…aber jetzt wird bei der nächsten Nummer noch mehr das Tempo herausgenommen. Puuuh! Dann kommt – für mich überraschend – der Song „Let the music show you the way“. Warum? Den wirklich starken Track gab es schon auf der Mandoki-Scheibe von 1996 mit dem Titel „People in room No. 8“.

Das ist das coole an Leslie Mandoki. Er versammelt so viele coole Musiker mit ihren Instrumenten um sich, dass er stilistisch einige Möglichkeiten hat. So kommen bei „Too much pride“ Blasinstrumente zu ihrem Einsatz. Stark. Auch bei den weiteren Stücken auf diesem Release transportieren die MANDOKI SOULMATES verschiedene Emotionen, wobei es eher sentimental bleibt.

Verschiedene Stimmen und Stile

Mal geht es eher bluesig zu, dann finden sich eher zum Jazz orientierte Elemente. Verschiedene Stimmen, weiblich wie männlich, sorgen für vielfältige Vibes. Abwechslungsreich.

„Hungarian pictures“ – die zweite CD

Aber es gibt ja 2 CDs und so wenden wir uns jetzt „Hungarian pictures“ zu. Los geht es mit einem sehr leisen und ziemlich überflüssigen Piano“intro“. Der erste richtige Song plätschert eher seicht daher. Dann ein krasser Stilwechsel. „Transylvanian dances“ erinnert ein bisschen an „Zirkus“. Lebendig sprudelnd, jazziger Stil. Flinke Finger am Klavier…Tempowechsel, cooles Drumming. Leider wird es später langatmig und zieht sich. Wir reden von 19 Minuten Spielzeit (!!). Da hätte man den guten Beginn nutzen und das Ganze komprimieren sollen. Schade.

Track 4 geht wieder in die melancholische Kerbe. Der Gesang steht hier voll im Mittelpunkt. Bei „Return to Budapest“ wieder geringes Tempo, zurückhaltende Instrumentierung. Naja…aber direkt der nachfolgende Song stimmt wieder etwas versöhnlich. Direkt mit ordentlichem Drive durchstarten…das ist ein Beat. Dazu die Trompete. Jawoll! Der Rausschmeißer ist emotional und vom Songwriting her gelungen, aber ansonsten wenig kraftvoll.

Fazit: manchmal ist weniger mehr

Fazit: die Frage, warum es ein „Doppel-Album“ sein musste, stellt sich. Der erste Silberling hat einige musikalische Leckerbissen parat und das wird durch eine inhaltliche gesellschaftskritische Note ergänzt. Wirklich gelungen. Die zweite CD ist für mich größtenteils verzichtbar und kann nur mit wenig Highlights glänzen. Sorry!!

Cooler „Effekt“: die CDs sind in schwarz (auch von unten!) und von oben optisch einer LP nachempfunden.

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Bildquellen

  • MANDOKI SOULMATES CD cover Living in the gap: www.amazon.de
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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