THE WAKE WOODS – Get Outta My Way

THE WAKE WOODS 

„Get Outta My Way!“ – der Titel ist Programm!

Vier Jahre harte Arbeit und Herzblut stecken im Debutalbum – jetzt sagen die vier Jungs (alle Anfang Zwanzig), die sich hinter The Wake Woods verbergen, selbstbewusst und laut „Achtung, hier sind wir!“

Und zwar mit ehrlicher, handgemachter Rockmusik

Der zweite Platz beim Deutschen Rockpreis, Support für Deep Purple und jede Menge begeisterter Reviews auf das Debutalbum: diese Band wird sich ihren Weg bahnen – das hört man von der ersten Minute an!

Wir von metal-meads.de wollen die Platte „Get Outta My Way!“ ebenfalls auf Herz und Nieren testen und nachhorchen, wie viel guter Rock wirklich verbaut wurde.

Get Outta My Way startet mit einem unglaublich rotzigem Sound. Hier sind scheinbar alle Gitarren von AC/DC’s „It’s a long way to the Top“, Powerage Sound und der pumpende Bass von Live Wire vereint worden. Aber, und jetzt kommt’s, es klingt zu keiner Zeit abgekupfert oder nachgemacht. Und: einen bockstarken Refrain gibt es noch gratis obendrauf.

Party mit Coffee, Whiskey, Cigarettes: geiler Rock n Roll Stilmix. Wer bei diesem Song sitzen bleiben kann, hat definitiv was am Ohr.

Die Stones hätten Can’t you feel it nicht besser schreiben können. Mit dem Unterschied, dass die Stimme von Sänger Ingo Siara mehr in den Arsch tritt. Er erinnert mich vom Stimmumfang an Arnim von den Beatsteaks. 

 

the-wake-woods-cover

Oh La La ist etwas geschmeidiger und bekommt in den Chören weibliche Unterstützung. Carolina ist eine gelungene Mischung aus harten Südstaaten-Foo-Fighters-Sound verbunden mit einigen Airbourne Licks.

Sooner or Later: Bad Ass DANKO JONES lässt hier unverkennbar grüßen.

Go Ahead hat einen starken Velvet Revolver Drive und könnte auch eine B-Seite von Contraband (2004) sein. Mit All The Plans We Had wird es etwas ruhiger, dennoch nicht minder schön. Der Song gewinnt durch schick eingesetzte Hammond Sounds unglaublich an Volumen und die Slidegitarre ist am Südstaatenflair auch nicht ganz unbeteiligt.

Überraschend kommt der Mittelteil von What You Gonna Leave It For daher. Sehr geil ausgearbeitet.

Ähnlich fett geht es mit Up And Gone Away auf Startnummer 10 weiter. Aber seht und hört einfach selbst.

Down to Mississippi mit gefühlt 1.000 Cigar Box Gitarren und Slides brechen wir zur vorletzten Nummer Why Do You Love This Man auf. Auch hier bekommen wir nach starkem Beginn einen äußerst coolen Mittelteil aufs Brot geballert.

Leider ist mit Song 12 die letzte Nummer der Platte erreicht und es geht mit einer Ballade Home.

Fazit

Als wildes Rock-Feuerwerk an Retro-, Blues-, Indie – und Garage-Elementen kommt das Album so ungeschliffen und kraftvoll daher, dass man einfach nicht anders kann als „Motor an und Abfeiern!“ – so wurde die Platte angekündigt.

Und so ist sie definitiv. Auch wenn ich viele der Songs mit anderen Bands oder Sounds verglichen habe. Jede einzelne Nummer hat dennoch ihre eigene Handschrift und wirkt zu keiner Zeit wie ein Imitat. Die Jungs spielen zahlreiche unverkennbare traditionelle Riffs und Licks, jedoch ohne angestaubt zu wirken. Das liegt zum einen an den frischen und modern gehaltenen Refrains und zum anderen an der starken Leistung von Sänger/Bassist Ingo Siara. Und genau hier liegt der Unterschied zu vielen anderen Rock Nachwuchbands, die diese Brücke zum eigenen Stil oft nicht schlagen können.

Für mich sind The Wake Woods definitiv eine Band mit Zukunft in den Konzertpalästen unserer Bundesrepublik.

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Bildquellen

  • the-wake-woods-cover: (c) Amazon
  • the wake woods: (C) NETINFECT

Reverend Wrinkle

Ich höre von AC/DC, Rolling Stones und Led Zeppelin bis in die Neuzeit zu Black Stone Cherry und The Answer so ziemlich alles was hart ist, groovt und Krach macht. Habe aber ebenso eine Vorliebe für den Blues und reise gerne für Konzerte um die ganze Welt.

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