HAMMERFALL – Live In Oberhausen 2017

Hammerfall Live

HAMMERFALL ist wieder einmal auf großer Tour. Mit ihrem brandneuem Album „Built To Last“ (HIER unsere Review) im Gepäck, machen sie natürlich auch in Deutschland Station und dabei traditionell auch in der Turbinenhalle in Oberhausen halt. Mit dabei haben sie die Supportbands LANCER und GLORYHAMMER. Selbstverständlich hat sich mit RalfiRalf und meiner Wenigkeit auch ein Team von metal-heads.de auf die Reise ins Ruhrgebiet begeben, um euch von diesem Ereignis in Wort und Bild zu berichten.

Früher Einlass

Wenn auch die angekündigten schweren Schneefälle – zum Glück – ausgeblieben waren, so war es soch ziemlich kalt an diesem Freitag, dem 13. Januar 2017 in Oberhausen. Da war es mehr als nur eine nette Geste, dass die Pforten bereits einige Zeit vor dem offiziellen Einlasstermin (19:00 Uhr) geöffnet wurden, um die bereits zahlreich versammelte Fanschar in die Halle zu lassen. Kurzer Blick zum Merchandise-Stand: Alle Preise im normalen Bereich (T-Shirt für 25 €). Schnell ein Bier geschnappt und ab in die Halle, denn die begann sich schon merklich zu füllen.

LANCER

Als LANCER aus Schweden um Punkt 20:00 Uhr die Bühne enterten, war die Turbinenhalle bereits sehr gut gefüllt. Die junge Truppe legte schwungvoll los und bemühte sich redlich ihrer Aufgabe als Warm-Up nachzukommen. So richtig wollte der Funken aber nicht überspringen. Die Jungs spielten sechs Songs, wobei der Schwerpunkt auf ihrem neuen Album „Mastery“ (REVIEW von metal.heads.de) lag.

Da geht noch was

Die Musiker gaben sich redlich mühe, doch Sänger Isak Stenvall konnte mich stimmlich an diesem Abend nicht überzeugen. Besonders in den hohen Lagen wirkte das Ganze, im Gegensatz zur Performance auf „Mastery“, doch etwas gequält. Den durchwachsenen Eindruck konnte er auch durch schwungvolles Stageacting nicht vollends beseitigen. Mit dem – in meinen Augen – besten Track ihres Sets „Purple Sky“ von ihrem Debütalbum beendeten LANCER nach gut 30 Minuten ihren Auftritt und wurden mit höflichem Applaus verabschiedet. Ich hatte mir etwas mehr von der Truppe versprochen, aber sie sind ja noch jung und sicher steigerungsfähig!

GLORYHAMMER

Die vom Schotten Christopher Bowes (Keyboard) gegründete internationale Power-Metal Formation GLORYHAMMER war als nächstes an der Reihe. Nach einem düsteren Intro betraten die Musiker in ihren mittelalterlichen Kostümen nach und nach die Bühne und legten sogleich los wie die Feuerwehr. Besonders der charismatische (schweizer) Sänger Thomas Winkler schaffte es, dass Publikum vom Start weg in seinen Bann zu ziehen. Jeder Song wurde vom Publikum enthusiastisch gefeiert. Zwischendurch wurde der Set von Einlagen, wie den Kampfvdes Sängers mit einem mit Riesenhammer bewaffnetem Monstrum, aufgelockert. Durch die augenzwinkernde Art der Truppe wirkte das jedoch lustig und nicht etwa aufgesetzt. Ein von Thomas Winkler kurzerhand „Hansi“ getaufter Fan surfte bei „Questlords of Inverness, Ride to the Galactic Fortress!“ nach Aufforderung des Sängers auf den Händen der Fans durch die Halle zum Bierstand, um Bassist James Cartwright ein Bier zu servieren.

Siegreicher Auftritt

Gleichwohl kam die Musik keineswegs zu kurz und spätestens mit dem absoluten Kultsong „The Hollywood Hootsman“ hatte GLORYHAMMER die Halle voll im Griff. Ein stimmungsvolles Outro beendet nach ca. 45 Minuten den Set und die Band wurde gebührend gefeiert. GLORYHAMMER haben an diesem Abend rundum überzeugt und sicher einige neue Fans gewonnen. Mir hat es besonders das enorme Stimmvolumen von Sänger Thomas angetan. Entsprechend der Thematik ihrer Songs kann man den Metalkriegern einen siegreichen Auftritt bescheinigen.

Setlist GLORYHAMMER

Intro: Infernus Ad Astra
Rise of the Chaos Wizards
Legend of the Astral Hammer
Hail to Crail
Questlords of Inverness, Ride to the Galactic Fortress!
The Hollywood Hootsman
Angus McFife
Universe on Fire
The Unicorn Invasion of Dundee
Outro: The National Anthem Of Unst

HAMMERFALL

Um  22:00 Uhr war es dann endlich soweit. HAMMERFALL stürmten unter begeisterten Fanreaktionen die Bühne der Turbinenhalle. Mit ihrem neuen Drummer Johan Koleberg, für den aus familiären Gründen ausgefallenen David Wallin, und wieder mit Bassist Fredrik Larsson, der bei der letzten Tour noch von Ex-Gitarrist Stefen Elmgren verteten worden war, präsentierten sich die Schweden in veränderter Besetzung. Gleichwohl – soviel sei vorweg genommen – zeigte sich die Truppe als eingespielte Formation. Hier sind halt erfahrene Profis am Werk! Nach einem Intro legte man mit „Hector’s Hymn“ los und es folgte Hit auf Hit. Neben vier Songs des neuen Albums wurden zahlreiche Klassiker präsentiert. Bei der Fülle der starken Songs bleibt es natürlich trotzdem nicht aus, dass der eine oder andere Titel, den man sich gewünscht hätte (ich persönlich habe beispielsweiese „Heeding The Call“ sehr vermisst 🙁 ) auf der Strecke bleibt.

20 Jahre „Glory To The Brave“

Kaum zu glauben, aber wahr: 20 Jahre ist es nun schon her, dass mit dem Album „Glory To The Brave“ der Siegeszug der Schweden begann.  Statt, wie es manche Bands bei solchen Anlässen machen, das Jubiläumsalbum komplett zu spielen, entschied man sich dafür, einige Songs des Kultwerkes in Form eines instrumentalen Medleys zu präsentieren, dass mit dem (wieder mit Gesang vorgetragenen) „The Dragon Lies Bleeding“ seinen Abschluss fand.

Neue und alte Fans

Eine Abfrage von Joacim Cans ergab, dass in der (nahezu ausverkauften) Turbinenhalle doch zahlreiche Fans vertreten waren, die HAMMERFALL zum ersten Mal live erlebten. Andere wiederum dürften die Band bereits seit ihren Anfängen begleiten. Schön, dass so viele unterschiedliche Generationen gemeinsam friedlich feiern können. Das schafft nur Musik und speziell der Heavy Metal!

Ein Sänger wie guter Wein

Joacim Cans stellte – wie üblich – noch mal alle Bandmitglieder vor, bevor er selber von Gitarrist und Bandgründer Oscar Dronjak vorgestellt wurde. Joacim wurde dabei von Oscar (völlig zurecht) mit gutem Wein verglichen, der mit dem Alter immer reifer und gehaltvoller und mithin besser wird. Es ist schon beeindruckend, wie kraftvoll der Shouter nach all den Jahren die Songs noch rüberbringt und auch in den hohen Lagen immer noch überzeugen kann. Nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle auch den zweiten Gitarristen Pontus Norgren, der einen richtig guten Job macht und sehr starke Solos spielt.

Überzeugender Auftritt

Nach 16 Songs war der reguläre Set beendet, aber das Publikum forderte natürlich Zugaben. Ein Wunsch, den die Band selbstverständlich mit 3 Songs erfüllte. „Hearts On Fire“ beendete schon traditionsgemäß einen – wieder einmal – überzeugenden Auftritt von HAMMERFALL. Es muss wohl kaum noch erwähnt werden, dass wir von metal-heads.de sicher auch beim nächsten Gastspiel der Band in Oberhausen wieder mit dabei sein werden!

Versäumt es auch nicht, unser ausführliches Interview mit Bassist Fredrik Larsson zu lesen, welches wir vor dem Auftritt im Tourbus mit ihm führen durften und das hier in Kürze veröffentlicht wird!

Setlist HAMMERFALL

Hector’s Hymn
Riders of the Storm
Bring It!
Blood Bound
Any Means Necessary
Renegade
Dethrone and Defy
Crimson Thunder
Last Man Standing
Let the Hammer Fall
Built to Last
Glory To The Brave Instrumental Medley
The Dragon Lies Bleeding
Glory to the Brave
Origins
Punish and Enslave

Zugaben:

Hammer High
Bushido
Hearts on Fire
Outro: Dreams Come True

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Bildquellen

  • Lancer Live: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Gloryhammer Live: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Gloryhammer4: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Hammerfall Live: (c) metal-heads.de - Uwe
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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