Persistence Tour 2020 – Oberhausen – Teil 1

Persistence Tour

Erster Teil des Konzertberichts der Persistence Tour 2020 in Oberhausen.

Persistence Tour – Oberhausen – 25.01.2020

Bevor wir, von Metal-Heads.de, mit dem ersten Teil unserer Berichterstattung zum diesjährigen Persistence Tour-Meeting in der Oberhausener Turbinenhalle starten, möchten wir erst einmal ein riesiges Lob an alle Beteiligten aussprechen! Dieses Lob geht gleichermaßen an die Veranstalter der M.A.D. Tourbooking GmbH, an die Mitorganisatoren Positive Records, sowie an die Location und Mitarbeiter der Turbinenhalle selbst! Ihr macht einen klasse Job! Das was hier in Oberhausen jedes Jahr aufs Neue bis ins kleinste Detail organisiert wird und planmäßig über die Bühne geht, verdient größten Respekt und Anerkennung!

Besser geht es nicht

Schon seit Jahren ist die größte europäische Hardcore-Tournee ein absolutes Muss in unserem Terminkalender, aber liebes MAD-Team, dieses Jahr habt ihr euch mit diesem Line-up selbst die Krone aufgesetzt! Das waren mit Abstand die besten und sympathischsten Bands, die ihr zusammen hättet spielen lassen können. Das war wirklich Werbung für den Hardcore-Punk, für Toleranz, Respekt und für Freundschaft! Wir finden, dass sollte einfach einmal vor allem erwähnt werden. Danke dafür!

Countime aus Los Angeles

Kommen wir zum Tagesgeschäft und zu unserem Konzertbericht. Die undankbare Aufgabe des Anheizers der Oberhausen Show hat die Band Countime aus Los Angeles. Pünktlich um 17:30 Uhr. Das ist natürlich sehr früh für den Ruhrpott und der größten Spielhalle der Persistence Tour. Aber immerhin sind schon einige Leute da, die sich die Band um Frontkoloss JR ansehen möchten. Countime stammen aus den nordöstlichen Straßen von Los Angeles und fahren, wie soll es anders sein, direkt das ganz dicke Brett! Wow! So klingt er also, der L.A.H.C. (Los Angeles Hardcore). Modern und metallisch, der irgendwo die Trademarks von Agnostic Front, Strife und Rancid aufweist aber auch sehr thrashig ist. Die pumpenden Basslinien verleihen der Band dazu einen verdammt grooviges Feeling.

It´s Clobbering Time

Der Sound trifft mit den wirklich kraftvollen und aggressiven Shoutings von Sänger JR genau den (Zeit-) Nerv. Leider hat die Band nur 20 Minuten Zeit zu spielen. Dabei werden Songs wie: „No Turning Back“ , „Slow Your Role“ oder „Innocence Lost“ von der aktuellen, gleichnamigen EP gespielt. Ein gelungenes Highlight ist die Sick Of It All- Coverversion von „It´s Clobbering Time“. Die L.A. Bad Boys haben es echt drauf und dürfen zum letzten gespielten Track: „Pride“ auch auf prominente Unterstützung aus New York zählen. Vinnie Stigma und Mike Gallo von Agnostic Front geben sich die Ehre und veredeln diesen wirklich sehr coolen Auftritt!

Cutthroat aus Los Angeles

Als nächste Band sind unsere alten Bekannten Cutthroat am Start. Wir erinnern uns: Neil Roemer und seine Band haben bereits letztes Jahr hier in Oberhausen gespielt. Den Bericht darüber könnt ihr HIER lesen. Da uns die frische Mischung aus Hardcore, Thrash Metal und Hip Hop schon damals sehr gefallen hat, sind wir dementsprechend auf den Auftritt gespannt. Zudem hat die Band gerade ihre neue EP „Reflekt“ (Review Hier) auf dem Label Demons Run Amok herausgebracht, dessen Labelchef René heute Abend auch vor Ort ist.

Neuer Stoff von Reflekt

Kurz nach 18 Uhr geht es in die zweite Runde. Passenderweise wird als Opener „Rat“ von oben genannter Scheibe gewählt. Der Song ist wirklich eine Dampfwalze und somit geschickt gewählt. Das zieht auch die erste größere Menge Zuschauer vor die Bühne. Es werden die älteren Songs „Cut The Rope“ und „Voices“ hinterher geschoben. Es ist schön zu sehen, dass die Band in den letzten zwölf Monaten deutlich an ihrer Bühnenpräsenz gearbeitet hat. Speziell Frontmann Neil kommt deutlich unverkrampfter rüber und macht eine gute Figur. Die Performance stimmt und der Sound macht einfach richtig Laune.

Crack The Code

Die Musiker gehen in ihrem Style richtig auf. Schlagzeuger Bobby Blood ist auch ein richtiges Tier hinter der Schießbude. Der beherrscht zwischen Blastbeat und Beatdown wirklich alle Geschwindigkeiten und verleiht den L.A. Boys diesen wirklich prägnanten, groovigen Sound. Das Highlight der Show setzt hingegen der Hip Hop-affine Frontmann selbst, als er zum Track „Crack The Code“ zwei Kinder aus dem Pit auf die Bühne holt, denen er den Song widmet. Schönes Bild jedenfalls, wenn der Sänger mit den „neuen“ Fans abklatscht. Nach 30 Minuten ist der zweite Oberhausen Auftritt in sicheren Tüchern. Toller Auftritt einer coolen Band!

Wisdom In Chains aus Pennsylvania

Nach zwei Bands aus Los Angeles gibt es ab 18:50 Uhr mit Wisdom In Chains eine Band aus dem Nordosten von Pennsylvania. Mit Blick in die mittlerweile richtig gut gefüllte Turbinenhalle auch der anscheinend erste Leckerbissen heute Abend. Die Band um den charismatischen Sänger Mad Joe Black, dessen Holzfällerhemd jeden Moment zu platzen scheint, startet direkt mit ihrem Hit „When We Were Young“ vom 2015 erschienenen Album „The God Rhythm“. Was für ein geiler Einstieg! Das findet auch das Publikum und quittiert es mit den ersten fetten Pogo-Pits. Und, wir stellen wieder einmal fest: die Stimme von Front-Gorilla Mad Joe ist wirklich besonders!

Glücksgefühle bei Someday

Direkt im Anschluss wird direkt die nächste Granate in Form von „Someday“ abgefeuert! Da stellen sich doch sofort freudige Glücksgefühle ein! Die Männer haben wirklich ein ausgesprochenes Gespür für eingängige, mitreißende Hits. Unfassbar, dass das Quintett hier quasi als Vorband fungiert! Es folgen unzählige Ausflüge in den Fotograben, um das Publikum ordentlich in die Show einzubinden. Die Crowdsurfer lassen natürlich auch nicht auf sich warten. Die Hardcore-Party hat begonnen! Das macht Spaß und hält so manchen Gänsehautmoment bereit. W.I.C. rocken absolut das Haus. Leider gibt es auch hier nur 30 Spielminuten welche mit dem Ohrwurm: „Chasing The Dragon“ beendet wird. What a fuckin´ awesome show!

BillyBio aus Los Angeles

Mit rasender Energie geht es nach W.I.C. sofort weiter, denn ab 19:35 Uhr hat Kraft- und Kampfsportler BillyBio das Sagen. Wie auch schon die Kollegen von Cutthroat L.A. war auch die BillyBio Band schon letztes Jahr hier in Oberhausen zu Gast. Und wer jemals Billy Graziadei bei einer Show gesehen hat, weiß, was Phase ist. Der Mann ist schier unglaublich. Entertainen, Gitarre zocken, Singen und Tanzen. Und am besten alles gleichzeitig. Kann manchmal ein bisschen viel sein für das Publikum, aber Oberhausen liebt seinen charmant, grimmigen Ober-Rocker.

Shades Of Grey

Der Einstieg erfolgt mit „Shades Of Grey“ vom Biohazard Klassiker „Urban Discipline“. Na, wer so in ein Set einsteigen kann, der hat die Crowd direkt auf seiner Seite. Und Billy ist bestens aufgelegt. Genauso wie der Prominente am Bass. Zu aller Freude ist Suicidal Tendencies 5-Saiter Ra Diaz auf der Persistence Tour am Start. Für viele so eine Art Steve Harris der Hardcore-Fraktion. Hell yeah! Dazu am Schlagzeug, die fleischgewordene Präzision, Fred Aching, und an der zweiten Gitarre Robbie „Steed“ Davidson, der seine Dread-Locks einfach nur permanent im Kreis fliegen lässt. Diese Typen haben es einfach drauf. Aber leider scheint es so als wäre das Oberhausener Publikum schon ein wenig mit der Power von BillyBio und Co. überfordert.

Permanent am Publikum

Man weiß gar nicht wohin man gucken soll, soviel Action ist auf der Bühne. Aber die Songs knallen richtig fett! Natürlich stehen die Lieder vom aktuellen Album „Feed The Fire“ im Vordergrund. „Sodality“ , „SxTxFxUx“ oder „Enemy“ alles kommt heute auf die Platte. Und das meiste erledigt der Chef fast ausschließlich ganz vorne am Publikum. Der Rocker ist halt ein Typ zum Anfassen und er genießt das bei allerbester Laune! Wenn er nicht gerade brüllt, dann strahlt er. Echt eine verdammt coole Socke. Genauso wie der Rest der Truppe. Ra Diaz und Steed Rock stehen ebenfalls für keine Sekunde still und posen für das Publikum. Lustigste Szene während der 30 Minütigen Spielzeit kommt aber von einem ganz anderen Herren.

I can not hear you

Und zwar vom Godfather Of Hardcore und Liebling aller anwesenden Bands, Vinnie Stigma. Der parodiert zwischenzeitlich, als Anspielung auf Billy´s Kopfmikro, den Sänger, bis der sich das Lachen nicht mehr verkneifen kann. Bisschen Comedy, aber sehr amüsant und schön zu sehen, wie gut sich die Bands untereinander verstehen! Das zeugt von einer unglaublich guten Stimmung innerhalb des Tourtrosses. Bei bisher jedem Auftritt gibt es Gast-Musiker oder Gast-Beiträge, jeden aufzuführen, würde hier eindeutig den Rahmen sprengen. Immer vorne weg Vinnie Stigma, der immer wieder mal hier und da auftaucht und ein Späßchen macht oder mitsingt.

Punishment

Aber zurück zur Show. Letztes großes Highlight des Auftritts ist der Biohazard Song „Punishment“ zu dem jede Menge Fans auf die Bühne gezerrt werden. Nach einer kurzen Überschreitung der Stagetime endet mit „Freedom Is Never Free“ dieser grandiose, gewaltige Auftritt!

Der MVP der Tour

An dieser Stelle beenden wir den ersten Teil unserer Berichterstattung. Bisher war die Show wirklich schon so intensiv, dass wir es eigentlich gar nicht gerecht in Worte fassen können. Es passt heute einfach alles perfekt zusammen und dabei haben wir gerade mal Halbzeit. Wer wissen möchte, wer zum MVP (der wertvollsten Person) der Tour gekrönt wird, der darf auf keinen Fall den zweiten Teil unserer Berichterstattung aus Oberhausen verpassen! Zudem gibt es auch noch einige Infos zu den Auftritten von: H2O, den Street Dogs, Agnostic Front und von Gorilla Biscuits. Damit ihr auch nichts verpasst, besucht oder folgt uns in den sozialen Medien! Die Links findet ihr unten. Wir würden uns sehr darüber freuen! Fortsetzung folgt!

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Bildquellen

  • Countime- Persistence Tour2020 – Oberhausen – 25.01.2020 – Dan Schuetze: ©2020 by Metal-Heads.de/Treasureman
  • Cutthroat LA- Persistence Tour2020 – Oberhausen – 25.01.2020 – Dan Schuetze: ©2020 by Metal-Heads.de/Treasureman
  • Wisdom In Chains- Persistence Tour2020 – Oberhausen – 25.01.2020 – Dan Schuetze: ©2020 by Metal-Heads.de/Treasureman
  • Billy Bio- Persistence Tour2020 – Oberhausen – 25.01.2020 – Dan Schuetze: ©2020 by Metal-Heads.de/Treasureman
  • Titelbild: ©2020 by Metal-Heads.de/Treasureman
Treasureman

Treasureman

Seit 1987 mit dem Metal- Virus infiziert. Der Einstieg erfolgte mit Twisted Sister, Iron Maiden und den Onkelz. Meine Themenschwerpunkte liegen seit langem im Hardcore- und Crossover/Punkrock Bereich. Ihr findet mich da, wo das Herz auf der Bühne steht!

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