Doc: 2020 – mein Jahr mit Corona…und Musik

Dream Theater Dreamfest Oberhausen

Doc: 2020 – mein Jahr mit Corona…und Musik

Puuuh, Leute! Jetzt neigt sich ein Jahr zu Ende, dass weltweit in die Geschichte eingehen wird. Denkwürdig ist da wohl ein passendes Prädikat. Ein winziges, für das menschliche Auge (ohne Hilfsmittel) unsichtbares Virus namens Covid-19 hat das gesellschaftliche Leben rund um den Globus lahm gelegt. Das betrifft natürlich auch – oder sogar in besonderem Maße – die Musikszene. Und die ist ja nun einmal unser Tägliches Brot, denn wir von metal-heads.de haben es uns zur Aufgabe gemacht, unter dem Motto DISTORTION IS OUR PASSION von Neuerscheinungen zu berichten, Konzertberichte und Festivalreports zu verfassen und euch mit (Video-)Interviews die Hintergründe zur Musik und den jeweiligen Bands näherzubringen.

Neben Corona auch viel neue Musik in 2020

Dazu greifen wir auch Themen auf, die auf andere Art und Weise im direkten Kontakt mit der Rock- und Metalszene stehen. Das ich mir das Jahr 2020 anders vorgestellt hatte, könnt ihr meinem Ausblick entnehmen – schaut mal hier. Lassen wir also mal Corona für einen Moment beiseite. Das Thema kommt später noch einmal. Das lässt sich leider nicht vermeiden. Sorry! Aber jetzt steigen wir erst einmal musikalisch ein.

Die Geschichte der Live-Konzerte im Jahr 2020 ist aus meiner Sicht schnell erzählt. Genau 1x sind unser Fotograf Chipsy und ich ausgerückt, um für euch Bilder und weitere Eindrücke einzufangen. Das war bereits am 12.01.2020 und DREAM THEATER spielten da in Oberhausen. Den Bericht dazu mit Fotos könnt ihr hier nachlesen (Der Band widme ich auch das Titelbild dieses Beitrags – mein einziges Konzert 2020…schnief!). Ab dann beschränkte sich meine musikalische Beschäftigung mit aktuellen bzw. in der näheren Zukunft erscheinenden Releases. Da gab es dann doch zur Versöhnung einige starke Alben, so dass ich immer wieder Highlights erleben durfte. Zunächst begann das neue Jahr mit einer traurigen Nachricht. RUSH-Drummer Neil Peart ist verstorben. Ich hatte das Vergnügen, den großartigen Schlagzeuger live zu erleben (das war anno 2004 in Oberhausen) und habe dem Todesfall diesen Beitrag gewidmet. Als erstes Album, was mir gut gefallen hat, ist das Zweitwerk von den SONS OF APOLLO zu nennen. Die Supergroup aus den Musikern um Frontmann Jeff Scott Soto und deren Release habe ich hier vorgestellt.

Das Jahr fing traurig an, aber musikalisch kraftvoll

Die erste Scheibe, die 2020 bei mir voll eingeschlagen ist, hört auf den Titel „Ballistic, sadistic“ und kommt aus der Schmiede von Jeff Waters und seiner kanadischen Formation ANNIHILATOR. Ich mag die Band schon seit vielen Jahren und dennoch war ich nicht von allen Veröffentlichungen unbedingt begeistert. Auch wenn Mr. Waters jetzt wieder selbst singt – eigentlich eher die zweitbeste Lösung – so ist das Material gelungen. Hier findet ihr meine Review. Und dazu jetzt einen Track als Höreindruck:

https://youtu.be/vrG4n8aZWIU

Frischer Wind in der Szene – viel Prog in diesem Jahr

Am selben Tag wurde noch ein weiters Album unter die Leute gebracht. „Elements“ des deutschen Fünfers THOUGHTS FACTORY. Es handelt sich um das zweite Studiowerk der Progressive Metaller. Alles dazu findet ihr hier. Damit wurde ein für mich persönlich sehr prog-orientiertes Jahr eingeläutet. Weiter ging es im Februar mit 4 erwähnenswerten Veröffentlichungen. Als erstes GODSTICKS (Review) mit ihren neuesten Kompositionen, bevor am 14.02.2020 (pünktlich zum Valentinstag) gleich 3 großartige Scheiben in den Handel kamen. Da wäre das neue Baby des ehemaligen SAVATAGE-Frontmanns Zak Stevens. Ich mag seine Stimme einfach und so war ich gespannt auf das Material, welches er unter dem Namen ARCHON ANGEL an den Start brachte. Hier erfahrt ihr Alles dazu. Die deutsche Truppe von BLIND EGO ist ebenfalls stets in meinem Fokus, wenn etwas Neues ansteht. Wie mir „Preaching to the choir“ gefällt, könnt ihr in der Review nachlesen. Ein Höhepunkt des Jahres war sicherlich nach unglaublichen 23 (!!!) Jahren das neue Album von PSYCHOTIC WALTZ. Wir stellen es euch hier vor und haben jetzt und direkt den Song „All the bad men“ für euch:

Frühlingsanfang mit neuer Musik

Kommen wir zum März, der für mich persönlich ein paar Neuentdeckungen bereit hielt (ich kann mich kaum an ein Jahr erinnern, in dem ich so viele neue Bands neu für mich entdeckt habe, wie in 2020). Als erstes wäre da MINDTECH zu nennen. Die fünf Herren aus Oslo sind bereits seit 2007 im Geschäft und haben jetzt „Omnipresence“ veröffentlicht – hier könnt ihr lesen, wie gut mir der Silberling gefällt. Die Band IVANHOE kannte ich zwar bereits, aber das diesjährige Output namens „Blood and gold“ hat mich schon beeindruckt, daher möchte ich es euch ans Herz legen und verweise dazu auch auf meine Plattenkritik hier. Zuletzt gab es dann noch das Album von GHOST TOAST. Neben der Review, die wir hier für euch hinterlegt haben, zeigen wir euch hier noch das Video zu „Y13“. Bitte sehr:

Über 20 Jahre Geduld und auch Joe Satriani hat es noch drauf

Schon sind wir im April gelandet. Da möchte ich zunächst an den Großmeister an der Gitarre erinnern: Joe Satriani. Der gute Mann hat sein neues Studiorelease herausgebracht und das hat mir insgesamt schon gut gefallen, auch wenn ich in meiner Besprechung ein paar kritische Worte finden musste. Im gleichen Monat, am 03.04.2020 haben CONCEPTION und JOVIAC ihre neuen Scheiben veröffentlicht. Die erstgenannten haben uns mehr als 20 Jahre auf dieses Fulllength-Album warten lassen. Hier könnt ihr erfahren, ob sich das Warten gelohnt hat. JOVIAC habe ich neu für mich entdeckt und meine Begeisterung könnt ihr dort mit mir teilen. Zuletzt haben LUFEH mit „Luggage falling down“ einen Glanzpunkt gesetzt. Details gibt es in der Review.

Freude am Debüt, Enttäuschung über Festivalabsagen

Alles neu, macht der Mai! Für mich in Form des folgenden Dreierpacks. Erstens gab es die Jubiläumsausgabe zum 40. Geburtstag von „Permanent waves“ des Pro-Trios RUSH. Mehr dazu erfahrt ihr hier, bevor ihr dann mal dort nachschauen könnt, warum ich solche Freude am Debütalbum von COURSE OF FATE hatte. Dann gab es in diesem Jahr, das ja arm an echten Konzerten war, ein erstes feines Live-Release. SUBSIGNAL haben uns Material aus Rüsselsheim (2019) serviert, mehr dazu könnt ihr hier nachlesen. Dann wurde es wärmer und wir hätten uns über einige feine Festivals gefreut. Zu nennen wären da beispielhaft das RAGE AGAINST RACISM in Duisburg, bei dem wir als offizieller Medienpartner aktiv sind und das ROCK AM RING-Event, wo wir seit Jahren traditionell mit einer ausführlichen Berichterstattung vertreten sind. Aber Dank Corona wurden alle Großveranstaltungen des Sommers gecancelt. Ihr habt es u.a. in diesem Newsbeitrag bei metal-heads.de erfahren.

Stille am Nürburgring

Oh Mann, das ROCK AM RING-Festival hat aber auch in den vergangenen Jahren einige Tiefschläge erlebt. Terrorwarnungen, Unwetterkatastrophen und jetzt das. Bitter, den Juni nicht traditionell auf Open Air Events verbringen zu können. Daher habe ich jetzt gleich mal eine Scheibe für euch, die Power hat und – neben einem proggigen Einschlag – in die Vollen geht. Passend zur Stimmung, die nach den Konzertabsagen herrscht. Aaaarrggh! PROTEST THE HERO haben mich echt begeistert mit „Palimpset“. Für einen entsprechenden Eindruck zu dem Album haben wir hier die Rezension zur Band…und da bekommt ihr auch das Video zum Song „From the sky“. Einen weiteren Song haben wir dann hier:

Seid gespannt auf den zweiten Teil…

Yo, das war es für den Moment von mir zum Rückblick auf dieses besondere Jahr. So ein Jahr ist doch lang und daher werde ich den Rest von 2020 – zusammen mit einem Ausblick auf 2021 (wie gut man so ein Jahr vorhersagen kann, habt ihr ja gesehen) im zweiten Teil meines Rückblicks aufarbeiten. Danke für euer Interesse und einen guten Start für das neue Jahr. Es kann doch eigentlich nur besser werden!!

Großartige Prog-Musik könnt ihr übrigens hier kaufen.

Und hier bekommt ihr zum Abschluss ein Video aus dem Lockdown – cool!

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Bildquellen

  • Dream Theater Dreamfest Oberhausen 27: Bildrechte beim Autor
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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